Landwirte und Jäger sehen Autos als Hindernisse 

Achimer Angler dürfen nicht länger Marsch befahren

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Landwirtschaftlicher Verkehr ist in der Achimer Marsch erlaubt, Hobbyangler dürfen dort jedoch nicht durchfahren. 

Achim - Von Michael Mix. Helle Aufregung herrscht bei den Achimer Anglern. Gewässer in der Achimer und Bierdener Marsch dürfen sie nicht mehr, wie gewohnt, mit dem Auto ansteuern, um dort zu fischen. Die Realverbände, in denen die Eigentümer der Flächen dort zusammengeschlossen sind, wollen den Verkehr auf ihrem Grund und Boden nicht länger tolerieren. „Wir sind natürlich verärgert, wollen den Ball aber erstmal noch flach halten“, sagt Uwe Roll, Vorsitzender des Anglervereins Achim, auf Nachfrage dieser Zeitung.

Jäger und Landwirte stören vor allem die an den Teichen, Seen, Bächen und Flussläufen der Gegend parkenden Autos der Angler, war hinter vorgehaltener Hand zu erfahren. Mähdrescher, Trecker, aber auch andere Fahrzeuge seien daran oft nur schwer vorbei zu manövrieren.

Die in den Eingangsbereichen der Achimer und Bierdener Marsch stehenden Schilder „Landwirtschaftlicher Verkehr frei“ verbieten es Hobbyanglern, diese Abschnitte zu befahren, weiß Roll. Doch viele Jahre habe eine Ausnahmegenehmigung für die Aktiven unter den rund 1 500 Mitgliedern des Vereins gegolten. Von der Stadt Achim in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Verden und der Polizei ausgegebene Sonderausweise und gelbe Plaketten räumten ihnen ein, bis zu den Angelgewässern vorzufahren.

Doch diesem „Freifahrtschein“ hat Bürgermeister Rainer Ditzfeld nun einen Riegel vorgeschoben. Nicht freiwillig, wie er betont. „Auf Intervention einer Ratsfrau“ und auf Betreiben der Wasser- und Bodenverbände habe er sich zu diesem Schritt gezwungen gesehen. „Zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde suchen wir aber nach einer für alle Beteiligten akzeptablen Lösung.“

Bis auf Weiteres hat Vorsitzender Roll den Anglern notgedrungen „die Anweisung gegeben, die Achimer und die Bierdener Marsch nicht mehr zu befahren“. Weil bei Letzterer das Zusatzschild „Radfahrer frei“ fehle, könne zum Beispiel die Große Brake jetzt nur noch zu Fuß erreicht werden, erläutert er die Folgen für viele Vereinsmitglieder. „Unsere Leute“, sagt Roll, „haben einen dicken Hals.“

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