Wohnung, Arbeit Bildung nun wichtig

Andrea Wessel ist neue Integrationsmanagerin in Achim

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Ex-Caritas-Kraft Andrea Wessel kümmert sich jetzt bei der Stadt um Flüchtlinge.

Achim - Nach dem Ausscheiden von Axel Eggers als Flüchtlingsbetreuer im vorigen Sommer kümmert sich nun eine neue Kraft hauptamtlich um die zugewanderten Menschen in Achim. Andrea Wessel, die von 2014 an bereits bei der Caritas im Auftrag des Landkreises Verden hunderten Migranten unter die Arme griff, ist seit Beginn des Jahres bei der Stadt mit dem „Integrationsmanagement“ beschäftigt.

Dass es gelungen sei, die 47-jährige Diplom-Sozialpädagogin für diese zunächst auf zwei Jahre befristete Stelle zu gewinnen, komme einem „Sechser im Lotto“ gleich, meinte Bürgermeister Rainer Ditzfeld bei ihrer Vorstellung gestern im Rathaus. Denn Wessel bringe die gewünschte Erfahrung für diesen Posten mit und kenne sowohl die örtlichen Verhältnisse als auch viele der Flüchtlinge, die in den vergangenen Jahren in Achim gelandet sind.

„Mein Glück ist es, dass ich lange mit Migranten gearbeitet habe und damit weitermachen wollte“, bekannte die aus dem Landkreis Osnabrück stammende und in Bremen wohnende neue Mitarbeiterin der Stadt. Während ihrer Zeit bei der Caritas, die für Wessels Tätigkeit im Nordkreis 2015 extra ein Büro im Familiengarten Oyten eingerichtet hatte, sei es vor allem darum gegangen, die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingsbetreuung zu beraten. „Wer braucht was zuerst?“, benannte Wessel dabei als eine „wichtige Frage“. 

Stelle neu ausgerichtet

Nicht zuletzt deshalb zählten in Achim auch die Flüchtlingscafés im Gemeindezentrum Nord und im evangelischen Gemeindehaus Baden zu ihren regelmäßigen Anlaufstationen. Zudem seien „erste Projekte“ der Sprachförderung damals mit Hilfe der Kreisvolkshochschule aufgebaut worden. „Zuletzt war ich aber in einer Landesaufnahmestelle in Bremen tätig“, berichtet Wessel. Doch die sei aufgrund des stark abebbenden Flüchtlingsstroms Ende des Jahres geschlossen worden.

Weil die Zahl der Zuwanderer auch in Achim erheblich abgenommen hat und es im Stadtgebiet nur noch eine größere Sammelunterkunft an der Bremer Straße 70 gibt, wird Andrea Wessel andere Schwerpunkte in ihrer Arbeit als Eggers setzen. „Wir haben die Stelle neu ausgerichtet“, informiert Dirk Ysker, Leiter des Bürgerzentrums (Büz) an der Magdeburger Straße. Es gehe darum, „Wege und Strukturen für Integration zu eröffnen“.

„Wohnung, Arbeit, Bildung“

„Die Notfallversorgung ist geschafft, jetzt sind die nächsten Schritte dran“, sagt Wessel, die ihren Schreibtisch im Büz hat, sich „aber in allen Ortsteilen“ um die „Teilhabe“ der Zugewanderten kümmert. „Wohnung, Arbeit, Bildung“, nennt sie als Stichworte.

Die Mitarbeit von Ehrenamtlichen ist dabei nach wie vor willkommen. „Es braucht weiterhin Achimerinnen und Achimer, die Familien zum Beispiel in Schulfragen unterstützen“, erläutert Wessel. „Und es hilft den Flüchtlingen, wenn sie die deutsche Sprache auch außerhalb der Kurse trainieren können.“

Andrea Wessel ist unter Tel. 910356 zu erreichen. Oder aber per E-Mail: andrea.wessel@stadt.achim.de. - mm

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