Ausschuss einstimmig für Gutachten

Personalnot oder Personenfrage in Achimer Stadtbibliothek?

Achim - Überzogene Rückgabetermine, lückenhaftes Mahnsystem, stagnierende Nutzerzahlen und vor allem die darniederliegende Vernetzung und Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen –  ist das alles nur auf personelle Unterbesetzung der Achimer Stadtbibliothek zurückzuführen?

„Das möchte ich gern genauer untersucht haben“, begründete der stellvertretende Verwaltungschef Bernd Kettenburg jetzt im Finanzausschuss den Vorschlag seitens der Stadt, ein externes Gutachten über die aktuelle Lage der großen Bücherei im Rathaus einschließlich Verbesserungsvorschlägen erarbeiten zu lassen.

24.500 Euro würde das kosten, und der Ausschuss befürwortete die systematische Untersuchung einstimmig.

Es gehe dabei nicht um die Bestätigung der Forderung nach mehr Personal, sondern einfach um mögliche Optimierungen und Verbesserungen, betonte Jürgen Kenning von den Grünen.

Ob dann wirklich alle sich ergebenden Ratschläge zu realisieren sind, sei eine andere Frage. 24.900 Euro für ein fachkundiges Beratungsgutachten seien nicht zu viel.

Stellenbeschreibungen sollen überprüft werden

Auch Stellenbewertungen und zum Teil nicht ganz schlüssige Stellenbeschreibungen müssten überprüft werden, ergänzte Bernd Junker (SPD). Ebenso wie Wolfgang Heckel (WGA) wunderte er sich darüber, dass es mit der Einbindung von Schulen und Kindergärten nicht mehr klappe.

Noch vor wenigen Jahren sei die Achimer Stadtbibliothek gerade in dieser Hinsicht doch sehr gut aufgestellt gewesen.

Dass es fast allen kommunalen Bibliotheken in Niedersachsen heutzutage schlechter gehe, wie der in der Stadtverwaltung fürs Büchereiwesen mit zuständige Dr. Stephan Leenen gegenüber dieser Zeitung geäußert hatte, stimme so ebenfalls nicht. Es gebe etliche dieser Einrichtungen, „die laufen wie geschmiert“, wusste Junker. Das liege meistens nicht so sehr am jeweiligen Personalbestand, sondern mehr an den Personen, die dort tätig seien.

Auf Nachfrage von Ingo Müller (FDP) zum „Zeitfenster“ der externen Untersuchung teilte Kettenburg mit, dass sie noch im ersten Viertel dieses Jahres beginnen könne. Bis Jahresmitte würden dann voraussichtlich Ergebnisse vorliegen – auf jeden Fall rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen.

la

Rubriklistenbild: © dpa

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