Amazon: Vertrauen gilt Rats-Genossen

SPD-Kreistagsfraktion auf Klausur in Achim

Im Achimer Kasch, das mit einer Geldspritze von 16 200 Euro aus Landesmitteln rechnen darf, traf sich die SPD-Kreistagsfraktion einschließlich der Landtagsabgeordneten Dörte Liebetruth (Mitte vorn) zu ihrer traditionellen Frühjahrsklausur.

Achim - 16.200 Euro vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur fließen ans Achimer „Kasch“. Das Geld wird aus dem Fördertopf für Soziokultur im ersten Halbjahr 2018 bereitgestellt.

Dies teilte SPD-Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth jetzt zu Beginn der traditionellen Frühjahrsklausur mit, zu der sich die SPD-Kreistagsfraktion traf – ebenfalls im Kasch. Fraktionschef Heiko Oetjen aus Bassen begrüßte dazu unter anderem auch Landrat Peter Bohlmann.

Einen breiten Raum nahm in den Diskussionen das Thema Inklusion ein. Die SPD befürwortet die Fortführung der Achimer Erich-Kästner-Schule (EKS) als Förderzentrum im Kreisgebiet. „Der Kreisverwaltung ist hier ein guter Vorschlag auf der Grundlage des noch nicht vom Landtag verabschiedeten Schulgesetzes gelungen“, lobte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bernd Junker aus Achim. Der Kreis Verden sei schon seit Jahren vorbildlich bei der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung.

„Inklusion ist gut und wichtig“

Hieran hätten die Andreasschule Verden und die EKS in Achim einen wesentlichen Anteil. Vor allem klappe die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt sehr gut. Die Herausforderung liege nun darin, auf die gewachsenen Anforderungen bei der Beschulung von Kindern mit Auffälligkeiten im sozial- emotionalen Bereich zu reagieren.

Das Konzept sehe vor, dass die EKS weiterhin die Beratungsangebote für die allgemeinbildenden Schulen fortführt und Möglichkeiten schafft, Kinder vorübergehend in kleinen Gruppen außerhalb ihrer Klasse zu beschulen sowie weiterhin einen kleinen Teil an Förderschulplätzen vorzuhalten. Heiko Oetjen betonte: „Inklusion ist gut und wichtig. Wir müssen aufpassen, dass es für alle Kinder eine optimale Förderung gibt und die allgemeinbildenden Schulen weiterhin unterstützt werden.“

„Sowohl-als-auch“ der Kreis-CDU kritisiert

In Sachen Amazon zeigten sich die Genossen über die jüngsten Presseveröffentlichungen der CDU im Landkreis Verden verwundert. „Während sich der Bundestagsabgeordnete Mattfeld als Befürworter der Ansiedlung von Amazon in Achim outet, steht der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Hogrefe auf der anderen Seite. „Das ist wieder das übliche sowohl-als-auch der Kreis-CDU“, beklagte Oetjen.

Die SPD hatte Sabine Gatz von der Dienstleistungsgewerkschaft „verdi“ aus Hannover eingeladen, die über ihre Erfahrungen mit Amazon berichtete. Für die Achimer SPD stellte Herfried Meyer, Vorsitzender der Stadtratsfraktion, die Ansiedlungspläne vor. Er berichtete zusammen mit Bernd Junker und Rainer Aucamp über das Für und Wider.

Als Fazit für die SPD-Kreistagsfraktion formulierte Dörte Liebetruth: „Wir vertrauen auf die SPD im Achimer Stadtrat, die eine vor Ort wohlabgewogene Entscheidung treffen wird. Seitens der SPD-Kreistagsfraktion werden wir darauf drängen, dass die verkehrlichen Probleme gelöst sein müssen, wenn sich Amazon ansiedeln sollte.“

Zudem wollen die Genossen „Verdi“ beim Kampf um einen Tarifvertrag in den deutschen Ablegern des Internet-Giganten unterstützen.

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