Bergungs-Firma schließt Wühlarbeiten ab

Granaten und Geschosshülsen: Amazon-Areal bald garantiert munitionsfrei

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Noch bis Ende nächster Woche dauert die Suche nach gefährlichen Funden im Boden.

Achim - Noch sieht es auf dem Gelände des künftigen Achimer Amazon-Logistikzentrums aus, als hätte ein Riesen-Maulwurf gewütet. Schon Ende kommender Woche aber wird die Firma Bitek Bergungsdienst aus Syke dort am Uesener Feld ihre Arbeiten abschließen, wie Räumstellenleiter Ingo Wordtmann berichtet.

Mitte September vorigen Jahres war hier der Kampfmittel-Suchdienst auf den Plan gerufen worden, nachdem ein archäologisches Grabungsteam nicht nur Scherben und Brunnenreste aus frühgeschichtlicher Zeit, sondern auch Reste einer detonierten Granate aufgespürt hatte.

Noch eine weitere Granate wurde bisher bei weiteren Wühlarbeiten entdeckt. Ansonsten gehörten vor allem etliche leere Munitionshülsen zu den Fundstücken, erläuterte auf Nachfrage Bürgermeister Rainer Ditzfeld die aktuelle Bilanz.

Alles von unten nach oben gekehrt: So sieht es auf dem Gelände des künftigen Amazon-Logistikzentrums zurzeit aus.

Seinen ortsgeschichtlichen Kenntnissen nach gab es auf dem Gelände zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs eine Flugabwehr-Raketenstellung. Deren Aufgabe sei es gewesen, aus Bremen zurückkehrende oder anfliegende Bomberflugzeuge abzuschießen. Es existierten weitere Stellungen dieser Art im Achimer Raum. „Verbliebene Munitionsreste und andere metallische Gegenstände sind vermutlich später von Landwirten auf diesem Areal einfach untergepflügt worden“, vermutet Ditzfeld.

Schwerere Waffen oder gar Bomben fand der Bergungsdienst aber nicht, betont Ingo Wordtmann, der auch einen Bagger der Firma übers Gelände steuert.

Erde aus Regenrückhaltebecken geprüft

Ebenfalls auf Kampfmittelrückstände wurden Erdmassen untersucht, die früher mal beim Anlegen von Regenrückhaltebecken ausgehoben und am Uesener Feld gelagert wurden.

Metallstücke kamen darin zwar vor, doch gefährliche Stoffe wurden nicht entdeckt. Nachdem das alles vorab geklärt ist, steht dem Bau der großen Halle von der Bodenbeschaffenheit her nichts mehr im Wege.

Irrtümlich war in jüngsten Medienberichten zur Amazon-Ansiedlung bereits von laufenden Erschließungsarbeiten die Rede gewesen. Diese folgen jedoch erst, wenn die „Maulwürfe“ vom Bitek-Bergungsdienst wieder abgezogen und endgültig Munitions-, Kampfmittel- und Bombenfreiheit auf der gesamten Fläche gesichert sind.  

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