Ratsausschuss stimmt zu

Logistikzentrum von Amazon rückt näher

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Amazon könnte bald nach Achim kommen.

Achim - Von Michael Mix. Der Ansiedlung eines Logistikzentrums des Versandhandelsriesen Amazon mit versprochenen 2000 Arbeitsplätzen in Achim steht kaum noch etwas im Wege. Der Ratsausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr befürwortete am Abend den Bebauungsplan „Verkehrsentwicklung Achim-Ost“ mit 7:2 Stimmen. Damit haben die gewählten Bürgervertreter die Signale für das von einer Bürgerinitiative bekämpfte Großvorhaben im Gewerbegebiet Uesener Feld auf Grün gestellt.

Angesichts der in dem Ergebnis zum Ausdruck kommenden politischen Kräfteverhältnisse dürfte auch der Verwaltungsausschuss, der anschließend wie immer nicht öffentlich tagte, mit klarer Mehrheit für den Plan votiert haben. Die endgültige Entscheidung in dieser Angelegenheit durch den Stadtrat am 17. Mai ist damit wohl nur noch Formsache.

Sämtliche Einwendungen von Bürgern oder Behörden gegen den B-Plan, der den Bau weiterer Fahrbahnen rund um das Areal für das Logistikzentrum ermöglicht, wurden zurückgewiesen. Andreas Tandien vom Planungsbüro NWP in Oldenburg führte in der Sitzung aus seiner Sicht wesentliche Punkte in dem Verfahren an.

Die Ueser Kreuzung könne dabei außen vor bleiben. Denn in Absprache mit dem Land Niedersachsen solle dieser Knotenpunkt schon 2020 umgebaut werden. Und anders als Kritiker geltend machten, könne Amazon auch ohne „umfassendes Verkehrs- und Mobilitätskonzept für den Nordkreis“ nach Achim kommen.

Klar gegen das Projekt positionierte sich Wolfgang Heckel (WGA). „Die Ansiedlung von Amazon ist für Achim eine Nummer zu groß“, betonte er. Heckel bemängelte vor allem den zu erwartenden „Dauerverkehr“ und Lärm sowie die „Störung der Nachtruhe“ an der Uesener Feldstraße rund um die Schichtwechsel bei Amazon.

Gutachter „mehr Glauben schenken“

Ein bewährter Gutachter habe die Verkehrssituation beurteilt. „Dem sollte man Glauben schenken“, sagte dagegen Petra Geisler (SPD).

Ähnlich äußerte sich Peter Bartram (Grüne). Allerdings schmerze ihn, dass fast 250 geschützte Bäume für das Vorhaben fallen sollen.

Die CDU-Fraktion begrüße mehrheitlich „die Chance, solch einen großen Arbeitgeber in die Stadt zu bekommen“, sagte Karl-Heinz Lichter. „Abweichler“ Volker Wrede nannte insbesondere die „zu enge Autobahnbrücke“ als Hindernis. Zudem müsse die Stadt womöglich mehr als zwei Millionen Euro Fördermittel der EU, die für Ansiedlung von kleinen und mittleren Unternehmen im Uesener Feld geflossen sind, zurückzahlen.

Bei den zahlreichen Investitionen in Kindergärten und Schulen benötige Achim dringend Einnahmen, mahnte dagegen Hans Baum (FDP).

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