Neuer Straßenplan liegt aus

Heiße Phase für Amazon-Ansiedlung

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Um dieses Gelände geht es.

Achim - Nun scheint es in die entscheidende Phase der Information und Diskussion zur möglichen Ansiedlung eines Amazon-Logistikwerkes auf 16,8 Hektar im Uesener Feld mit einer Halle von 42.000 Quadratmetern, 1000 Parkplätzen für rund 2500 Mitarbeiter-innen und 100 Lasterstellplätzen zu gehen.

Ab Montag liegt der Bebauungsplan zur Verkehrsentwicklung Achim-Ost mit allen Unterlagen im Achimer Rathaus öffentlich aus, Dienstag wird um 18 Uhr in der Aula des Cato-Gymnasiums an der Bergstraße die große Informationsveranstaltung zum Thema starten.

Neben Vertretern des Achimer Rathauses, der gemeinsamen Gesellschaft von Stadt und Kreissparkasse Entwicklung und Vermarktung von Gewerbegrundstücken (EVG) sind auch Vertreter des von Amazon beauftragten Projektentwicklers Garbe Industrial Real Estat aus Hamburg, der Leiter des Amazon-Betriebes in Winsen/Luhe und die Verkehrsgutachter angekündigt. Nach den einzelnen Präsentationen werden Einwohner sich äußern können, was die Bürgerinitiative gegen das Projekt nun auch vehement fordert.

Der ab heute im Raum 323 des Achimer Rathauses ausliegende Bebauungsplan „Verkehrsentwicklung Achim-Ost“ sieht im Kern neue Straßenverbindungen von der A 27 und der Landesstraße 156 zum potenziellen Amazon-Gelände vor. Damit soll dieser Verkehrsknoten entlastet werden.

Ohne neue Straßen geht es nicht

Ohne diese neuen Straßen wird das Amazon-Logistikwerk nicht arbeiten können und kommen. Umgekehrt werden die neuen Straßen erst gebaut werden, wenn feststeht, dass das Amazon-Werk auch kommt. Beide Projekte sind also eng miteinander verknüpft, zumal auch der Kreis bei seiner Baugenehmigung für die Fabrikhalle eine ausreichende Erschließung und zumutbare Verkehrsentwicklung verlangen wird.

Wer die neuen Straßen bezahlt, steht noch nicht fest. Auch wenn Achims Erster Stadtrat und EVG-Geschäftsführer Bernd Kettenburg sagt, man stehe noch in Verhandlungen, haben Land und Kreis bisher eher die kalte Schulter gezeigt. Stadt und Amazon dürften die Kosten für den Grundstücksverkauf und die neuen Straßen wohl miteinander verrechnen.

Projektabschlüsse frühestens im Herbst 2019

Sollte der Onlinegigant grünes Licht bekommen, rechnet Kettenburg mit der Vollendung beider Projekte erst für frühestens Herbst 2019.

Die Bürger können jetzt jedenfalls schon einmal zu dem neuen Straßen-Bebauungsplan bei der Stadt bis zum 27. März Stellung nehmen. Auch alle zum Bebauungsplan gehörenden Umweltberichte zu Tieren, Pflanzen, Mensch, Wasser, Wald, Biotopen, Landschaft, Klima, Luft, Abgasen oder Lärm sind einsehbar ebenso wie die Verkehrsuntersuchungen, die die Auswirkungen in Achim-Ost ebenso wie auf der Ueser-Landesstraßen-Kreuzung beleuchten. Die Anregungen und Bedenken der Bürger wird der Stadtrat dann zu gewichten und bewerten haben, um dann wohl im Mai die endgültige Entscheidung über die Amazon-Straßen und damit das Logistikwerk zu treffen.  

mb

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