Hoffen auf den Mitnahmeeffekt

Am 12. Januar Impfaktion mit Moderna im Achimer Rathaus

500 Dosen mit dem Impfstoff Moderna stehen für die groß angelegte Impfaktion am 12. Januar im Achimer Rathausfoyer zur Verfügung.
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500 Dosen mit dem Impfstoff Moderna stehen für die groß angelegte Impfaktion am 12. Januar im Achimer Rathausfoyer zur Verfügung.

Achim – Achimer Ärzte hätten in den vergangen Monaten immer wieder die Bereitschaft gezeigt, sich an groß angelegten Impfaktionen zu beteiligen – sei es im Rathaus, in der St. Laurentiuskirche oder in der Moschee, stellt Bürgermeister Rainer Ditzfeld erfreut fest. Ohne die vielen Impfangebote „wären wir bei der Quote nicht da, wo wir heute sind“, so der Rathauschef. Diese Quote dürfte, wie durchschnittlich im Landkreis Verden, in Achim bei etwa 70 Prozent liegen. Um den Impfschutz in der Bevölkerung weiter voranzutreiben, bietet das Rathaus in Zusammenarbeit mit den Bierdener Ärzten Ines Bogs und Karsten Mock erneut eine Impfaktion an, die am Mittwoch, 12. Januar, um 10 Uhr im Rathaus startet. Dies teilte die Stadt Achim Mittwoch in einer Pressekonferenz mit.

Die Zeitungsberichte über die Impfungen von Dr. Fadi Schukfeh hätten die Ärzte aus Bierden ebenfalls zu Impfaktionen animiert, berichtet Ordnungsamtsleiterin Claudia von Kiedrowski. Schon zuvor hatte sie mithilfe ihrer Abteilung federführend Impfaktionen organisiert, „dabei sind wir von Aktion zu Aktion besser geworden“. Für die neuerliche Offensive, die am nächsten Mittwoch über die Bühne gehen soll, habe sie sogar einen Aufruf im gesamten Haus gestartet und etliche Kollegen hätten sich bereit erklärt, mitzuhelfen.

Neben genügend Manpower stehen am 12. Januar 500 Spritzen mit dem mRNA-Impfstoff Moderna zur Verfügung. Moderna empfiehlt die Ständige Impfkommission ab 30 Jahren. Auch Auffrischungen seien im Rathaus möglich, für alle, deren Zweitimpfung mindestens drei Monate zurückliege, teilt Kai Purschke, Pressesprecher der Stadt Achim, mit. Eine Ausnahme gilt für Schwangere: Sie erhalten bei der Rathaus-Aktion den Impfstoff von Biontech, weil Moderna für diese Bevölkerungsgruppe nicht empfohlen wird. „Hoffentlich können wir genügend Impflinge, besonders Erst-Impflinge, motivieren“, betont von Kiedrowski. Ebenso wünscht sch der Bürgermeister, „auch den letzten Ungeimpften zu überzeugen“, sagt Ditzfeld, und ergänzt: „Nur wenn alle geimpft sind, können wir die Pandemie in den Griff bekommen.“

Bevor die Impfstation im Rathausfoyer ab 10 Uhr für die Bevölkerung geöffnet wird, erfolgen Booster für Mitarbeiter der Stadt Achim. Voraussichtlich zwischen 12 und 13 Uhr sei aus technischen Gründen eine Pause erforderlich. Laut Claudia von Kiedrowski kann das Lesegerät für die Versicherungskarte nur 270 Patienten am Stück erfassen und muss dann für etwa eine Stunde auf Leerlauf gestellt werden. Mitzubringen sind der Impfausweis, die Gesundheitskarte und der Personaausweis. Die Impfstation im Rathaus hat theoretisch bis 18 Uhr geöffnet – oder solange der Vorrat reicht. „Wir machen Feierabend, wenn die Impfdosen aufgebraucht sind“, sagt von Kiedrowski.

Ditzfeld dankt Apotheker Stefan Bürger, der maßgeblich daran beteiligt war, die nötigen Impfdosen für die Aktion im Rathaus zu organisieren und den vielen Arzthelferinnen, die auch am Wochenende bei bisherigen Impfungen zur Stelle gewesen seien.

Damit kritische Bereiche der Infrastruktur den bestmöglichen Impfschutz erhalten, plant die Stadtverwaltung am 15. Januar übrigens eine weitere Impfaktion für alle Mitglieder der Ortsfeuerwehren. Dr. Fadi Schukfeh wird die Booster-Aktion übernehmen. Weitere sensible Bereiche sind Ditzfeld zufolge das Standesamt, Bürgerbüro und die Kläranlage, wo qualifiziertes Personal zum Weiterbetreiben der Pumpen erforderlich sei.

Vom Erfolg des Impfens direkt in den Ortsteilen ist Achims Integrationsbeauftragter Carlos Morgado überzeugt. So war er bei einer Impfaktion des Landkreises Verden im Bürgerzentrum Büz an der Magdeburger Straße als Mulitplikator dabei. Denn Menschen mit Migrationshintergrund informierten sich meist nicht über traditionelle Informationskanäle wie die Zeitung, „und wissen auch manchmal nicht, wann sie sich erneut impfen lassen dürfen oder sollten“, erklärt er. Mithilfe mehrsprachiger Plakate und Dolmetschern habe der Landkreis Verden sich bemüht, ein niederschwelliges Angebot zu schaffen. „Es kam auch eine etwa 90-jährige deutsche Anwohnerin zur Impfaktion ins Büz“, nennt Morgado ein Beispiel, das den Mitnahmeeffekt zeigt – nicht nur für Achimer mit Sprachbarriere.

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