Auch großer Zuschaueransturm zur Lorenz-Geschäftseröffnung in Marktpassage

Alt-Fußballelite beehrt Achim

Roman Köster, Sportredakteur der Bildzeitung und später bei SAT 1, moderierte die Werder-Talkrunde mit, von links: Harry Bähre (HSV), sowie den Werderanern Günter Bernard, Hans Schulz, Uwe Reinders und Jürgen L. Born.

Achim - Mit Freudentränen in den Augen und fester Umarmung begrüßte Philipp Lorenz am Eröffnungstag seines „Teamsport“-Geschäfts in der Achimer Marktpassage Uwe Seeler, den Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft. Aber noch viele weitere frühere Fußballgrößen schauten gestern Nachmittag in Achim vorbei.

Neben Philipps Großvater Max Lorenz –  ebenfalls einst Nationalspieler und zudem Werder-Fußballlegende – nahm Seeler wenig später im Geschäft Platz, um die zahlreichen Autogrammwünsche zu bedienen.

Rudi Sprügel, Gründer und Vorstand des baden-württembergischen Sportbekleidungsanbieters Jako, zählte ebenso zu den Gästen wie der Achimer Bürgermeister Rainer Ditzfeld und der städtische Wirtschaftsförderer Martin Balkausky.

Außer Imbiss und Getränken gehörte zum Eröffnungsprogramm auch eine Talkrunde zur anstehenden Europameisterschaft in Frankreich und ein Werder-Talk – beides moderiert vom früheren Bild- und späteren SAT 1-Sportreporter Roman Köster. Frank Mill, einst Stürmer in Mönchengladbach und Dortmund, heute Betreiber vonFußballschulen für Kinder und Jugendliche, äußerte sich dabei kritisch über die heute fast überall gleiche System-Spielweise, bei der es oft keine echten Mittelstürmer mehr gibt. Uwe Seeler meinte schmunzelnd auf die Frage, warum er nie Trainer wurde, das wäre grausam für die Spieler geworden. Er hätte ihnen wohl immer das Allerletzte abverlangt und wäre ein „harter Hund“ geworden. Abwehr-Legende Willi Schulz vom HSV bescheinigte der aktuellen deutschen EM-Elf, eines der besten Teams des Turniers zu sein.

In der anschließenden Werder-Talkrunde blickten fast alle Teilnehmer optimistisch in die Zukunft des Vereins mit dem neuen Sportchef Frank Baumann.

Hans Schulz vom Werder-Aufsichtsrat tippte auf einen Platz unter den ersten Zehn in der neuen Saison. Der frühere Werder-Vorstandsschef Jürgen L.Born hält Platz acht für möglich und betonte, dass er „bis auf ein oder zwei Personen“ noch immer gute Kontakte zur Führungsetage habe.

Torwart-Urgestein Günter Bernard frotzelte, Werder werde „unter den ersten 18 landen“.

Ex-Stürmer Uwe Reinders hingegen äußerte „große Sorge“ über die weitere Entwicklung des auch finanziell sehr eingeschränkten Vereins. Insgesamt überwog aber die positive Stimmung wie am gesamten sonnigen Eröffnungs-Freitag in Achim. - la

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