Neues Kunstrasen-Vollfeld kommt demnächst vor allem den Fußballern zugute, aber nicht nur

Allwetterplatz so gut wie fertig

Fehlen nur noch die Tore, das Salz in der Suppe: Der neue Allwetterplatz auf der Achimer Sportanlage ist fast fertig.
+
Fehlen nur noch die Tore, das Salz in der Suppe: Der neue Allwetterplatz auf der Achimer Sportanlage ist fast fertig.

Achim – Die Beats wummern, die Frauen tanzen dazu. Im Schatten der Bäume bringt sich eine Jazzdance-Gruppe auf Touren. Doch ansonsten ist auf der Sportanlage des TSV Achim an diesem Freitagmorgen nicht viel los. Auch nicht auf der Baustelle neben dem Hauptplatz. Heute ist Pause. Das war in den vergangenen Wochen anders.

Denn der neue Allwettersportplatz der Anlage ist so gut wie fertig. Es fehlen nur noch die Tore. Und neben dem Areal muss noch der Seitenraum hergerichtet werden. Formsache.

Im September soll das neue Spielfeld fertig sein – und von den Vereinen eingeweiht werden. Die Betonung liegt auf dem Plural: Es ist ein Kunstrasenplatz für alle Achimer Vereine, nicht nur den TSV. Darauf legt Steffen Zorn, Bauamtsleiter im Rathaus, großen Wert: dass ihn alle Verein nutzen können. Zurzeit würde die Arbeitsgemeinschaft Achimer Sportvereine Belegungspläne ausarbeiten. „In einem Jahr werden wir sehen, ob es geklappt hat.“

Nach einer langen Planungs- und Genehmigungszeit steht damit ein von den Vereinen „lang ersehntes Projekt“ kurz vor dem Abschluss. 850 000 Euro lässt es sich die Stadt kosten, sagt Steffen Zorn. Der neue Belag besteht aus einem Kunstfaserteppich, der mit Sand geflutet wird. Das minimiere deutlich die Verletzungsgefahr. Wer früher mit nackten Beinen über einen Kunstrasen- oder Hartgummiplatz geschrabbt ist, konnte das noch Tage später sehen und fühlen – und weiß, wovon Zorn spricht. Bei dem Platz handelt es sich um ein Vollfeld. Geteilt erlaubt er zeitgleich zwei Jugendspiele und entsprechende Trainings. Vorzugsweise kommen die Fußballer in den Genuss der Plätze. Da es sich aber um einen Allwetterplatz handelt, profitieren auch andere Aktive davon, weil die Kicker länger draußen spielen können und nicht mehr so viele Hallenzeiten beanspruchen. Bei einem herkömmlichen Rasenplatz ist Zorn zufolge oft von Herbst bis März der Spielbetrieb wegen des Wetters untersagt. Auch die Pflege werde langfristig weniger kosten. „Die Stadt gibt im Jahr allein 300 000 Euro für die Sportstättenpflege aus.

Laut dem Bauamtschef ist damit noch nicht Schluss. So werden in der Ideenschmiede weitere solche Plätze, nicht nur für Vereinssportler, andiskutiert. Denkbar ist auch eine 400-Meter-Tartanbahn statt des Aschenbelags um den Rasenplatz inklusive Weitsprunganlage. Letzteres wird Zorns Angaben zufolge im Herbst in den Haushaltsberatungen zur Sprache kommen.

Umgesetzt hat den Bau die Dortmunder Firma Strabag, geplant wurde er von dem Bremer Planungsbüro Horeis + Blatt. Im Rathaus koordinierte Britta Jaeger das Projekt.

Von Philipp Köster

Die Aschenbahn könnte bald einer Tartanbahn weichen.
Der gesperrte marode Hartgummiplatz.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Maria Schrader gewinnt Emmy für "Unorthodox"

Maria Schrader gewinnt Emmy für "Unorthodox"

Wie werde ich Baumpfleger/in?

Wie werde ich Baumpfleger/in?

Das richtige Make-up bringt Frische ins Büro

Das richtige Make-up bringt Frische ins Büro

"Super-Poga" als Sieger am Ziel - "Fühlt sich verrückt an"

"Super-Poga" als Sieger am Ziel - "Fühlt sich verrückt an"

Meistgelesene Artikel

Er kam „heulend" zu Fuß nach Hause: Erstklässler an falscher Bushaltestelle gelandet

Er kam „heulend" zu Fuß nach Hause: Erstklässler an falscher Bushaltestelle gelandet

Er kam „heulend" zu Fuß nach Hause: Erstklässler an falscher Bushaltestelle gelandet
Dörverdenerin möchte sich bei ihrer Ersthelferin bedanken

Dörverdenerin möchte sich bei ihrer Ersthelferin bedanken

Dörverdenerin möchte sich bei ihrer Ersthelferin bedanken
Trinkrunde in Verden eskaliert – Mann schwer verletzt im Krankenhaus

Trinkrunde in Verden eskaliert – Mann schwer verletzt im Krankenhaus

Trinkrunde in Verden eskaliert – Mann schwer verletzt im Krankenhaus

Kommentare