Koki und Wabe zeigen Film

„All inclusive“ – behindert und doch lebenstüchtig

+
Regisseur Eike Besuden

Achim - Als seine Mutter Rosa, Inhaberin des Hotels „Weserlust“, plötzlich und unerwartet an einem Herzinfarkt stirbt, erbt Sohn Ricky den Betrieb. Doch kann der behinderte junge Mann das Hotel auch führen? Will er das überhaupt? Wie reagieren die Angestellten? Für Ricky, der ein ziemlich eigenständiges Leben führt, stellen sich viele Fragen. Das ist in Kurzform die Geschichte, die der Bremer Regisseur Eike Besuden in seinem Film „All inclusive“ erzählt.

Die Komödie rund um das Thema Inklusion mit „Text in leichter Sprache“ ist in der kommenden Woche im Kommunalen Kino in Achim zu sehen. Am Donnerstag und Freitag, jeweils um 20 Uhr, flimmert „All inclusive“ über die große Leinwand im Kasch. Besuden und drei Darsteller werden bei der ersten Vorführung zu Gast sein und interessierten Besuchern Rede und Antwort zu dem Film, dessen Besonderheiten und Hintergründen stehen.

Kommunales Kino sofort von der Idee begeistert

Aber wie kommt es, dass „All inclusive“ nun in Achim läuft? „Eine Kollegin erzählte mir, das ist ein ganz toller Film. Der könnte doch auch mal im Kommunalen Kino in Achim gezeigt werden, meinte sie“, berichtete Heiko Bergmann von der Waldheim-Begegnungs- und Beratungsstätte (Wabe) beim Pressegespräch.

Bei Detlef Fechtmann vom Kommunalen Kino rannte er mit diesem Ansinnen offene Türen ein. „Wir zeigen schon seit 2011 anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai in Zusammenarbeit mit Wabe Filme, erläuterte er.

Eike Besuden, der sich mit dem Film „Verrückt nach Paris“ bereits bundesweit einen Namen gemacht hat, saß nicht mit beim Pressegespräch in der Wabe, war aber telefonisch zugeschaltet. Menschen mit Behinderung faszinierten ihn, betonte er. Über das Blaumeier-Atelier, eine Künstlerwerkstatt für Kreative mit und ohne Handicap, und die Selbsthilfegruppe Blaue Karawane, beides in Bremen, sei er zu dem Thema gekommen.

55 Minuten langer Pilotfilm

„All inclusive“ soll nach dem Willen des Regisseurs nicht einmalig bleiben. Der in lockerer Art gemachte, nur 55 Minuten lange Streifen sei von ihm auch als Pilotfilm für eine Reihe rund um die Inklusion im Fernsehen konzipiert, informierte Besuden. „Ich hoffe, dass irgendein öffentlich-rechtlicher Sender den Mut hat, solch ein Thema zu bringen.“

Der Filmemacher wird am Donnerstag zusammen mit den Darstellern Kevin Alamsyah, Hannelore Sporleder und Melanie Socher im Kasch zu Gast sein. „Behinderte sind viel direkter und persönlicher als professionelle Schauspieler“, verrät Besuden. „Aber mit ihnen braucht man auch 25 Prozent mehr Zeit für die Filmherstellung. Die Rollen wurden ihnen auf den Leib geschrieben.“ 

mm

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Intensives Training am Donnerstag

Intensives Training am Donnerstag

„Tag der Menschen mit Behinderungen“ auf dem Freimarkt

„Tag der Menschen mit Behinderungen“ auf dem Freimarkt

Nachgefragt: Das sind die beliebtesten Gewinne auf dem Freimarkt 

Nachgefragt: Das sind die beliebtesten Gewinne auf dem Freimarkt 

Diese Gewinne liegen beim Freimarkt voll im Trend

Diese Gewinne liegen beim Freimarkt voll im Trend

Meistgelesene Artikel

Seit 50 Jahren bieten Landfrauen Posthausen Spendetermine an

Seit 50 Jahren bieten Landfrauen Posthausen Spendetermine an

CDU-Schulexperte legt sich beim Wahlkampf-Finale ins Zeug

CDU-Schulexperte legt sich beim Wahlkampf-Finale ins Zeug

Achimer Imkerverein besucht eine der letzten Korbimkereien

Achimer Imkerverein besucht eine der letzten Korbimkereien

Marktpassage ist beim Besuch der ffn-Morningshow prall gefüllt

Marktpassage ist beim Besuch der ffn-Morningshow prall gefüllt

Kommentare