SPD fordert besseres Management

Ärger über Baustellen und Stau

Achim - In diesem Jahr sind die Menschen in der Region Achim besonders gebeutelt. Bis zu 12 Kilometer Stau auf der A1 ab Posthausen bis Stuhr wegen Bauarbeiten im Raum Bremen, Sperrung der Straße zwischen Intschede und Blender am dortigen dann nicht mehr nutzbaren Weserübergang und halbseitige Sperrung der Ueser Brücke.

Weil die Brücke Baustelle ist sowie der Nah- und Fernverkehr die A1 umfahren will, geht besonders zum Ende des Arbeitstages und der Arbeitswoche Richtung Thedinghausen gar nichts mehr. Nicht nur von Achim-Ost bis zur Ueser Brücke steht die Schlange, auch auf den relevanten anderen Straßen Achims staut es sich.

Wenn dann genervte Autofahrer auch noch sehen, dass zum Beispiel an der Ueser Brücke tagelang nicht oder nur von wenigen Menschen gearbeitet wird und Baustellen auch an Wochenenden groß abgesperrt werden, obwohl die Arbeit total ruht, dann kommt schon Wut auf.

Vor diesem Hintergrund hatte jetzt die SPD den Antrag gestellt, das Baustellenmanagement in der Stadt und im Raum Bremen zu verbessern. Stein des Anstoßes war auch der Ausbau der Landesstraße in Bierden, wo eine Fahrbahn blockiert worden sei, obwohl nur einige Paletten Steine dort gelagert worden seien. Die könne man zumindest am Wochenende auch woanders lagern, sagte jetzt Werner Meinken (SPD) während der Sitzung des Stadtplanungsausschusses.

Antworten legen Komplexität nahe

Die von Fachbereichsleiter Steffen Zorn und Verkehrsplaner Stefan Schuster gegebenen Antworten legen nahe, dass die Sache nicht so einfach ist, da verschiedenste Instanzen,Bund, Land, Kreis, Stadt, Leitungs- und Baufirmen beteiligt sind. Viele Abstimmungsgespräche zwischen den verschiedenen Stellen soll es ja geben, wobei Koordinierungsbedarf mit Bremen durchaus noch bestehe.

Verkehrsplaner Stefan Schuster: „Wir sind ja nicht so bekloppt, dass wir alle Baustellen auf einmal machen.“ Hier rächten sich die Sünden der Vergangenheit. Dringende Sanierungen von Brücken und Straßen würden jetzt nachgeholt, da die öffentliche Hand jetzt Geld habe. Da die Straßenbaufirmen sich nicht vor Aufträgen retten könnten, fehlten ihnen auch oft die Arbeitskräfte an einigen Baustellen.

Wetter kann immer dazwischen kommen

Aussichtslos sei, ihnen Fristen zur Beendigung der Arbeiten zu setzen. Schließlich können nicht nur Unwägbarkeiten des Wetters oder der Bauten und des Bodens dazukommen. Solche Fristen und Auflagen würden laut Schuster auch dazu führen, dass Firmen bei Ausschreibungen viel höhere Preise verlangten oder sich erst gar nicht bewerben.

Gut gelungen zu sein, scheint das dennoch im Bierdener Steinweg, wo die Stadt der Firma einen variablen Zeitpuffer vor oder nach den Sommerferien eingeräumt hatte und es keine Verzögerungen gab.

Zorn und Schuster sind sich einig, dass Straßen nicht unnötig gesperrt werden sollten und nach Möglichkeit während der Arbeitsruhe freigegeben werden sollten. Entscheidend sei aber die Sicherheit der Arbeitenden und der Verkehrsteilnehmer. Eine Fahrbahn im Baustellenbereich muss mindestens 2,75 Meter Breite haben. Summa summarum: Es wird sich nicht allzu viel ändern.

mb

Rubriklistenbild: © dpa

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