Adelung von der Basis

CDU: Adrian Mohr soll erneut in den Landtag

Mit Adrian und Karin Mohr freut sich DavidMcAllister (li.) über das deutliche Votum für den Landtagsabgeordneten. - Foto: Brodt
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Mit Adrian und Karin Mohr freut sich DavidMcAllister (li.) über das deutliche Votum für den Landtagsabgeordneten.

Achim - Von Manfred Brodt. Bevor am Donnerstagabend 64 von 68 Mitgliedern im Bierdener Gasthaus „Zur Linde“ den CDU-Landtagsabgeordneten Adrian Mohr (43) als Landtagskandidaten für die nächste Wahlperiode nominierten, war er schon von Größen seiner Partei geadelt worden. Der Ehren-Kreisvorsitzende und Vorgänger Wilhelm Hogrefe hatte es nicht versäumen wollen, wärmstens für seinen Nachfolger zu werben, und auch das Zeugnis, das ihm der frühere Landesvorsitzende und Ministerpräsident David McAllister ausstellte, konnte sich sehen lassen.

McAllister mit seinem feinen Humor: „Ich habe mich erkundigt. Du bist beliebt und anerkannt in der Fraktion, fleißig und, das hört man oft, ein feiner Kerl.

Außerdem besitzt Du eine große Leidensfähigkeit als Anhänger des HSV und Gastmitglied der CSU.“

Das Lob von höchster Stelle hatte dann wohl auch Versammlungsleiter Karl-Heinz Lichter veranlasst, auf die Vorstellung Mohrs verzichten zu wollen. Doch der ließ sich das nicht nehmen und bilanzierte nüchtern, dass er als gelernter Sparkassen-Kaufmann gleich in den Haushaltsausschuss und Petitionsausschuss des Landtags gekommen, sportpolitischer Sprecher seiner Fraktion geworden, für 300 Petitionen der Berichterstatter gewesen sei, Hunderte von Sitzungen des Landtags, seiner Ausschüsse und Arbeitskreise absolviert und 600 Wahlkreistermine wahrgenommen habe.

Der Landtagsabgeordnete aus Dörverden zitierte Antoine de Saint-Exupéry, vergangene Zeit sollte nicht sinnlos verbraucht und verloren sein sein wie Sand in der Hand, sondern als Zeit, die einen vollendet, erlebt werden. Mohr bekannte, manche Sitzung sei zwar verlorene Zeit gewesen, aber der Job mache ihm weiter Spaß.

Inhaltlich machte der Abgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende überraschend deutlich, dass er kein Freund einer schwarz-grünen Koalition wäre, da die Grünen ein gestörtes Verhältnis zu den Sicherheitsorganen des Staates und gegenüber der Polizei mehr Misstrauen als Sympathie hätten. Äußerungen, die nicht wie früher mit frenetischem Applaus bedacht wurden. Dem grünen Landwirtschaftsminister bescheinigte Mohr, dass er gerade kein Minister für die Landwirtschaft sei.

Inhaltlich lehnt er die „Turboinklusion“ ab, die viele Verlierer habe bei jungen Menschen mit und ohne Handicap. Aufgeschlossen zeigt der CDU-Politiker sich dagegen gegenüber der SPD-Forderung, den Kindergartenbesuch im nächsten Jahrzehnt beitragsfrei zu gestalten. Mohr fragt allerdings, warum das Land das angesichts seiner Milliarden-Steuermehreinnahmen nicht schon längst getan habe.

Von der Höckerei und anderen Widerlichkeiten der AfD grenzt sich der 43-Jährige klar ab: „Wenn das Fleisch vom Fleisch der CDU sein soll, werde ich Vegetarier.“

An Mohrs erneuter Nominierung gab es angesichts der Erfolgsformel „A.M.“ wohl keinen Zweifel: Adrian Mohr, Axel Miesner, Andreas Mattfeldt.

Und dennoch fragt der zweifache Familienvater seine Ehefrau Karin dann noch mit Schalk im Nacken leise und kurz: „Sollen wir die Wahl annehmen?“, um das dann eindeutig zu bejahen.  

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