41 Acht- und Neuntklässler aus der Bordeaux-Region aber glücklich in Achim eingetroffen / Gestern Willkommen im Cato

Terror lässt auch Schüleraustausch wackeln

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Auf einen Blick und mit den wehenden Fahnen Frankreichs, Deutschlands und Europas: Die 41 französischen Gäste und ihre Partner vom Achimer Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium samt begleitender Lehrkräfte des Schüleraustauschs.

Achim - Paris und Belgien musste die Schüleraustauschgruppe auf dem Weg nach Achim weiträumig umfahren. Und zunächst war es unsicher, ob die Busreise überhaupt genehmigt werden würde.

Am Montag aber trafen die 41 Mädchen und Jungen aus achten und neunten Klassen des Collège La Fontaine in Montlieu-la-Garde und des Collège de La Tour in Montguyon samt begleitender Lehrer nach rund 20 stündiger Anreise glücklich am Ziel ein. Ihre Heimatorte gehören zum Départment Charente-Maritime in der Region um Bordeaux.

Paris liegt zwar weit entfernt, aber die Terroranschläge vom 13. November wirkten sich in Form umfassender staatlicher Sicherheitsmaßnahmen auch im Südwesten Frankreichs aus.

Umso wichtiger sei jetzt dieser Besuch bei den Partnerschülern als Beweis dafür, dass in sehr schwierigen Zeiten der freundschaftliche Austausch über Grenzen hinweg dennoch funktioniere.

Das betonte Dr. Stefan Krolle, der Leiter des Achimer Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums. Die Jugendbegegnung sei auch ein klares Zeichen gegenüber denjenigen, die ihre eigene Intoleranz mit Gewalt und Schrecken immer weiter verbreiten möchten.

Zehn Tage verbringen die Besucher in Familien gleichaltriger Achimer Gymnasiasten. Französischlehrerin Stephanie Refflinghaus und auf der anderen Seite die Deutschlehrerin Patricia Alvarez bereiten seit einigen Jahren regelmäßig diesen Schülerautausch vor, den es auch davor schon über ein Jahrzehnt gab. Selten war aber eine zahlenmäßig so große Gruppe wie jetzt beteiligt.

Zum Kernenlernen trafen sich daher alle aus Platzgründen erst einmal in der Turnhalle des Gymnasiums. Das Archiv mit Zeugnissen der von den Nazis ermordeten Namensgeberin und anderen Dokumenten haben die Gäste aus Frankreich ebenfalls schon gleich kennen gelernt und waren sehr beeindruckt.

Einige Sehenswürdigkeiten Bremens und Hamburgs werden sie demnächst auf Tagesausflügen erkunden. Etwas geschichtlicher Hintergrund zu den Hansestädten wird zuvor im Unterricht vermittelt.

Auch Besuche von Weihnachtsmärkten, Schlittschuhlaufen und natürlich eine größere Party stehen auf dem Programm.

Kunstlehrer Thierry Crétin und Musiklehrerin Patricia Gradaive sind mit nach Achim gereist.

Die letztere plant mit ihrer Gruppe ein Gastspiel auf dem heutigen traditionellen Winterkonzert der Chöre, der Bigband und des Orchesters des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums in der Aula.

Der Gegenbesuch in Frankreich ist ebenfalls schon fest terminiert. Dorthin brechen die Achimer Austauschschüler im März 2016 auf.

la

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