Neues Freibad schon zu erkennen 

„Die Achimer sollen baden gehen“

Das neue, nur unwesentlich verkleinerte Nichtschwimmerbecken inspizieren hier Bürgermeister Ditzfeld (links) und Sportausschuss-Mitglieder. Bäder-Betriebsleiterin Sabine Schulz (Zweite von rechts) lieferte Erläuterungen. Ein besonderer Blickfang ist die 16-Meter-Familienrutsche (im Hintergrund).

Achim – Im strömenden Märzregen waren die Fortschritte bei dem auf fünf Millionen Euro taxierten großen Umbau des Achimer Freibads zum Familienbad unübersehbar. Der Sprungturm für die Schwimmer fehlt noch, aber ein neuer Blickfang ist so gut wie fertig: Die 16 Meter lange Rutsche ins Nichtschwimmerbecken. Sie ist von Kindern und Eltern gleichermaßen nutzbar.

Auch die mit Edelstahl verkleideten neuen Becken für Schwimmer und Nichtschwimmer nahmen die Mitglieder des Sport- und Kultur- ausschusses am Montagnachmittag beim Ortstermin vor ihrer Sitzung im Ratssaal in Augenschein – ebenso wie die mit jeder Menge moderner Technik ausgestattete unterirdische „Schaltzentrale“ für den Badbetrieb.

Eine sehr viel effizientere, kostengünstigere Nutzung von Wasser und Energie als in der 60 Jahre alten bisherigen Anlage sei nun möglich, betonte dabei Steffen Zorn, der für den gesamten städtischen Bausektor zuständige Mann in der Stadtverwaltung.

Es bleibe bei der Wiederöffnung Mitte Mai nach Abschluss des ersten von zwei Bauabschnitten, und auch die Gesamtkosten von fünf Millionen würden nicht überschritten, versicherte er den Kommunalpolitikern beim Rundgang. Kernstück des zweiten Abschnitts ist der Neubau des Umkleide- und Sanitärtraktes und des Kassenbereichs.

„Die Achimer sollen baden gehen“, fasste SPD-Fraktionschef Herfried Meyer seinen Wunsch für das attraktive neue Familienbad zusammen. Aber nicht nur die Achimer: Auf viele interessierte, junge Besucher aus umliegenden Orten, die das neue Freibad ausprobieren möchten, hoffen Verwaltung, Politik und das neunköpfige, fürs Hallenbad an der Bergstraße mit zuständige Bäderteam ebenfalls.

Im Sommer 2019 gilt zudem wegen der noch nicht fertigen Gesamtanlage ein Eintrittspreis von nur zwei, ermäßigt einem Euro. Dass das Achimer Freibad beheizbar und damit auch bei Außentemperaturen von weit unter 30 Grad angenehm nutzbar ist, hob Zorn als weiteres Alleinstellungsmerkmal hervor. Im Folgejahr steigt der Eintrittspreis allerdings auf vier/zwei Euro.

Einstimmig befürwortete der Sportausschuss die neue, ab 2020 schrittweise umzusetzende Entgeltordnung. Herfried Meyer und die CDU-Fraktionsvorsitzende Isabel Gottschewsky regten dabei an, den Eintrittspreis von einem Euro für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren weiter beizubehalten.

Wolfgang Heckel von der Wählergemeinschaft Achim (WGA) verweigerte als einziger im Ausschuss die Zustimmung zum neuen Bäderbetriebskonzept. Er kritisierte erneut, dass die 50-Meter-Schwimmbahnen – „da hatten wir wirklich ein Alleinstellungsmerkmal“– auf 25 Meter halbiert worden sind. Das sei einer Stadt von der Größe Achims nicht angemessen und auch ein falsches Zeichen, wenn man Besucher aus dem Umland wolle.

Die 50-Meter-Bahnen seien finanziell schlicht nicht mehr vertretbar gewesen und längst Schnee von gestern, „aber du fängst immer wieder damit an“, platzte daraufhin Bürgermeister Rainer Ditzfeld der Kragen.

Doppelt so teuer wären 50-Meter-Bahnen, und ohne kostensenkende Veränderungen wären ein jährliches Bad-Defizit von einer Million Euro und damit die baldige Schließung absehbar gewesen, meinte auch Isabel Gottschewsky.

Lobend hoben sie, Meyer und Ditzfeld hervor. dass es nach heftigen Auseinandersetzungen vor allem mit Sportvereinen und Schwimmkurs-Anbietern doch noch zur Einigung über Parallel-Öffnungszeiten von Frei- und Hallenbad im Sommer gekommen sei – wobei die deutlich erhöhten Schwimmbahn-Nutzungsgebühren weiter auf Kritik bei den Betroffenen stoßen.

Gesichert ist ebenfalls nach heftigen Protesten das Frühschwimmangebot im Freibad an immerhin noch zwei Wochentagen.  la

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