Massen strömen in die Fußgängerzone

Stadtfest in Achim erneut ein Kracher

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Die Achimer Innenstadt geriet für zwei, drei Tage zur Partymeile. Besuchermassen strömten vor allem auf den Bibliotheksplatz, um dort Bands und Solokünstlern zu lauschen und sich zum Musikgenuss auch noch kulinarisch etwas zu gönnen.

Achim - Achims kleine City zieht – wenn Stadtfest ist! Tausende Besucher strömten am Wochenende in die Fußgängerzone, um sich in der Budenstadt zu vergnügen, Freunde und Bekannte zu treffen, Sorgen des Alltags hinter sich zu lassen. Festivalatmosphäre kam vor allem vor den Bühnen auf, wo zig Bands mit ihren unterschiedlichen Musikrichtungen das Publikum bis in die Nacht hinein feiern ließen.

Selten bis nie war Achims Innenstadt so gut bevölkert wie am Freitagabend. Nach der Eröffnung des Stadtfestes mit dem traditionellen Fassanstich von Bürgermeister Rainer Ditzfeld mit anschließendem Freibier für alle standen die Menschen dichtgedrängt vor der Hauptbühne, um zunächst die Rock-Coverband „Stürmer De-Luxe“ zu hören und danach den Hauptact „Pohlmann“.

Lockmittel Live-Musik: Ingo Pohlmann zählte zu den Top-Acts der gelungenen Veranstaltung.

Ingo Pohlmann und seine Bandmitglieder können bekanntlich den „Himmel und Berge“ verrücken, „Gelassenheit“ verströmen und Zuhörer bewegen. Währenddessen zollte etliche Meter weiter auf der Katakomben-Bühne die Hamburger Band „Exitus“ den originalen Onkelz Tribut. Zuvor war schon die Band „Rockfire“ zu hören gewesen. Zwischen den beiden Bühnen und auf der gesamten „Festmeile“ sah man zufriedene Schankwirte und Budenbetreiber und viele Stadtfestbesucher, die vor allem eines im Sinn hatten: Party.

Davon gab es an den drei Achimer Feiertagen jede Menge. Nach dem furiosen Auftakt am Freitag begann der Sonnabend mit der Singer/Songwriterin Rieke May und „We Are Riot“ aus Bremen. Später am Abend wurde es noch schöner. Mit „Illegal 2001“ enterte eine Partyband die Hauptbühne und sang vielen aus dem Herzen. Die Illegalen wissen, dass Dosenbier schlau macht, können von der A 7 schnurstracks in die Wüste laufen und erkennen „Die richtige Nacht“ auch im Hellen. Außerdem können sie prima „Lalalalalala“ singen.

Tagsüber war das Stadtfest schon ab 11 Uhr geöffnet. Es gab diverse Vorführungen und immer die Möglichkeit, in Fahrgeschäften einige Runden zu drehen. Auf ihre Kosten kamen auch jene, die zu Hause die Küche kalt gelassen hatten und stattdessen die kulinarischen Angebote auf dem Stadtfest probierten.

Kinder an die Hand und ab zum Stadtfest! So könnte das Motto vieler Familien am Sonntag geheißen haben, denn auch am dritten Tag war das Achimer Volksfest(ival) wieder hervorragend besucht. Kenner großartiger Musik kamen allerdings schon zum Frühschoppen vor die Innenstadtbühne, um den Auftritt von Caliber 38 Reloaded zu feiern. Die erstklassigen Musiker spielten unvergessliche Titel von Tower of Power, Christopher Cross oder Ray Charles. Besonders beeindruckte dabei die Bläsersektion neben dem Gesang von Rudi Estrup, Janine Smith und Anne Schröder. „Mich hat die Band in den 1990er-Jahren schon fasziniert, aber ich durfte damals noch nicht ins Stubu“, verriet die Achimerin Anne Schröder, die durch Musikprojekte wie „Mr. President“ oder „Anne und die Liebhaber“ bekannt wurde. Im Anschluss folgte ein kontrastreicher Auftritt des lettischen Chores Tomer, der die besondere Bedeutung von Gesang, Tanz und Kunst als Identifikationselemente des Baltenstaates nach Achim trug.

Stadtfest in der Achimer Innenstadt

 © Bernd Hägermann
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Am Nachmittag gehörte erneut Vereinen die Bühne: Unter anderem präsentierte die Karateschule Kumadera eine ergreifende Choreografie, in der ein gemobbter Junge über die Selbstverteidigungskunst zu Selbstbewusstsein und Nachsichtigkeit gelangt. Vor dem Bekleidungsgeschäft von Jens-Uwe Buse servierte Herbert Gärtner mit ehrenamtlichen Helfern an Jim´s Bar alkoholfreie Cocktails wie Bissiger Moskito oder Passion of Ipanema. „Mit diesem Projekt praktizieren wir aktiven Jugendschutz“, erklärte der Präventionsbeauftragte des Freundeskreises für Suchtkrankenhilfe.

Das von der Unternehmergemeinschaft Achim veranstaltete und zum zweiten Mal von der Firma Solight organisierte Fest war ein Kracher, der erneut gezündet hat. „Das ist ein wunderbarer Treffpunkt, an dem man schnell viele Freunde und Bekannte treffen kann“, resümierten Hans-Ludwig und Lena Schröder. „Endlich kommen auch mal andere Menschen in die Stadt, die hier nicht so oft auftreten.“

Und Bürgermeister Ditzfeld freute sich über die perfekte Organisation und eine friedliche Feier. „Das Pfandsystem hat uns erfolgreich vor Müllbergen wie im vorigen Jahr bewahrt“, merkte er an, und bedankte sich für das Engagement der Bauhofmitarbeiter am frühen Morgen mit einem Frühstück. - häg / sch

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