Für verstärkte Konkurrenz in Innenstadt

Achimer FDP sieht Politik des Stillstands

Achim - Stillstand und Rückschritt statt Aufschwung sieht die Achimer FDP bei der Entwicklung der Achimer Innenstadt. Statt der von Bürgermeister Ditzfeld versprochenen zarten Pflänzchen in der Innenstadt registriert sie laut aktueller Pressemitteilung „eher verwelkende, absterbende Pflanzen“.

Fraktion und Ortsvorstand der Liberalen beziehen sich auf das vorläufige Scheitern der Neugestaltung des Fußgängerzonenviertels zwischen Bibliotheksplatz, Achimer Brückenstraße, Obernstraße und Herbergstraße. Nachdem in das Ex-Textilhaus am Bibliotheksplatz eine Bäckerei mit Café für mindestens zehn Jahre einziehe, seien alle Neugestaltungs- und Neubaupläne des ein Jahr lang veranstalteten Städtebauwettbewerbs über den Haufen geworfen.

Heftige Abrechnung mit Plänen für Lieken-Areal

Der Wettbewerb, der im übrigen von Anfang an nie Rücksicht auf die Interessen der dortigen Hauseigentümer genommen habe, beinhaltete, so Fraktionschef und Ortsvereinsvorsitzender Hans Baum, auch einen Kardinalfehler.

Darin sei nämlich eine kleinteilige Bebauung mit kleinen Geschäftsflächen vorgesehen, von denen es in Achim mehr als genug gebe. Die benötigten großen, wirtschaftlichen Geschäftsflächen habe er nicht ermöglicht.

Baum hält so auch wenig davon, wenn über Existenzgründungsprogramme Selbstständige in kleine leerstehende Ladenlokale gebracht und mangels Umsatz und Gewinn dann schon bald scheitern würden. Sinnvoller sei, die Sanierung von Innenstadthäusern mit der Schaffung von konkurrenzfähigen Geschäftsflächen voranzutreiben. Diesen Druck erreiche man nicht mit Welpenschutz für die Fußgängerzone, sondern mit Wettbewerb.

Durch ein Einkaufszentrum auf dem Lieken-Gelände hätte es sicher Kundenzustrom, Druck und Bewegung in der gesamten Achimer Innenstadt gegeben.

Neben dem Kaufmagneten auf dem Lieken-Gelände hätte sich die Fußgängerzone als Wohlfühlzentrum für Kontakt, Begegnung, Gastronomie, spezielle Geschäfte und publikumsintensive Dienstleister auch im Erdgeschoss der Häuser positionieren können.

Auch angesichts der Stagnation in der Marktpassage und der Hängepartie beim Umzug der Kreissparkasse erweist sich für Ratsherr Gero Hocker, dass die mit den Stimmen der SPD, CDU und des Bürgermeisters bewirkte Verhinderung dieses Einkaufszentrums auf dem Lieken-Gelände eine fatale Fehlentscheidung war. Hocker: „Außer Wohnungen bisher nichts gewesen.“

Den Lärmschutz für diese Wohnungen durch ein „überflüssiges Parkhaus“ an der Bahn schaffen zu wollen, dessen Bau und Unterhaltung niemand bezahlen könne, ist für die FDP unverantwortlich. Ratsherr Ingo Müller: „Ein künftiger Fall für den Bund der Steuerzahler.“

Die FDP hält so an der Idee eines Einkaufszentrums im Prinzip fest und bringt statt eines Parkhauses ein neues Veranstaltungszentrum auf dem Liekengelände ins Gespräch, in dem Veranstaltungen aller Art, Events aus Sport, Musik und sonstiger Kultur ablaufen könnten. Das sei als Lärmschutz sinnvoller als ein neues zur Ruine geweihtes Parkhaus.

Für das Lieken-Areal entwickelten Vorstand und Fraktion der Liberalen eine weitere Idee: Hier könnte in Autobahnnähe, verbunden mit Gastronomie, eine von mehreren Achimer Schnellladestationen für E-Fahrzeuge entstehen.

Über solche Angebote müsse sich die Stadt ohnehin schleunigst Gedanken machen. Dabei gehe es um Autos und Laster und nicht um E-Bikes, die jeder auch zu Hause an der Steckdose aufladen könne.

Als reinen Showact betrachtet die FDP in diesem Zusammenhang die geplante Installation eines E-Autos mit Car-Sharing und Ladesäule beim Rathaus.

Da das E-Auto bis in die Nachmittagsstunden von Politessen zum Aufspüren von Verkehrssündern in allen Ortsteilen genutzt werden solle, hätten die Bürger gar nichts davon und werde kein Problem gelöst. Vorsitzender Hans Baum: „Nicht mehr als ein PR-Gag“.

Rubriklistenbild: © dpa

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