„Nach wie vor viel zu tun“

Achimer Sammelstelle nimmt weiterhin Spenden für die Flutopfer entgegen

Jutta Rippe mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern Ina Westphal, Ehemann Thomas Rodewald und Ina Fedderwitz (v. l.) vor einem der vielen Stapel mit Hilfsgütern im ehemaligen Froböse-Haus. Alle Spenden werden vor der Lieferung in die Katastrophengebiete sortiert und auf Funktionstüchtigkeit und Verwendbarkeit geprüft.
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Jutta Rippe mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern Ina Westphal, Ehemann Thomas Rodewald und Ina Fedderwitz (v. l.) vor einem der vielen Stapel mit Hilfsgütern im ehemaligen Froböse-Haus. Alle Spenden werden vor der Lieferung in die Katastrophengebiete sortiert und auf Funktionstüchtigkeit und Verwendbarkeit geprüft.

Achim – „Es herrscht nach wie vor in vielen Bereichen und Orten große Zerstörung und Not“, weiß Jutta Rippe. Die 62-Jährige hat im Nientkewitz-Haus in der Fußgängerzone eine Sammelstelle eingerichtet, um mit den Hilfsgütern die Opfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zu unterstützen. Und sie steht in ständigem Kontakt mit ihrem Partner in den betroffenen Regionen, einer Gruppe engagierter Unternehmer in Neuss, die eigens für die Spendengüter eine große Halle angemietet haben.

„Die Resonanz in den ersten drei Wochen der Aktion war überwältigend“, berichtet Jutta Rippe. „Es sind von Privatleuten aber auch Unternehmen und Initiativen große Mengen an Sachspenden bei uns abgegeben worden.“ Ihr Mann Thomas Rodewald pflichtet ihr bei. Er war zusammen mit seinem Freund Daniel Meiß in der vergangenen Woche mit einem ersten Hilfstransport vor Ort: „Die Freude war spürbar. Dies umso mehr, dass alles, was geliefert wurde, im Vorfeld sortiert und überprüft worden ist.“

Der 7,5-Tonner, zur Verfügung gestellt vom BBM-Baumarkt, war randvoll gefüllt mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs. Spenden aller Art werden aber auch weiterhin dringend benötigt. Jutta Rippe: „Viele Fernsehbilder täuschen. Es herrscht nach wie vor großer Mangel. Diese Katastrophe wird außerdem im Moment durch andere schreckliche Ereignisse überdeckt. Es bleibt aber nach wie vor viel zu tun, und wir bleiben darum am Ball.“

Aus diesem Grund spricht Jutta Rippe mögliche Spender gezielt an: „Benötigt werden alle Dinge, die zu einem Haushalt und zum Leben gehören. Lebensmittel, natürlich haltbare, ebenso wie Putzmittel und Hygieneartikel, Schulsachen und vieles mehr. Auch Einweggeschirr wird ständig benötigt, denn in den zerstörten Häusern gibt es keine Möglichkeit, Porzellan oder Glas aufzubewahren. Es stehen vielfach ja auch keine Schränke mehr. Möbel und auch Bekleidung werden in der Aufbauphase darum auch noch nicht gebraucht.“

Dafür Rippe zufolge aber größere Sachen, „die man vielleicht zu Hause nicht einfach so stehen hat oder die man entbehren kann, vom Hochdruckreiniger über einen Kompressor bis hin zu Motorsägen oder Schlagbohrern.“ Dankbar ist Jutta Rippe den Tafeln in Achim und Verden, die überschüssige haltbare Lebensmittel auch diesem guten Zweck zur Verfügung stellen sowie dem örtlichen Repair-Café, das sich angeboten hat, elektrische und mechanische Utensilien im Vorfeld einer Funktions- und Sicherheitsprüfung zu unterziehen.

Jutta Rippe verspricht, dass die gespendeten kleinen und großen Dinge auch bei den richtigen Adressaten ankommen. „Unsere Partner vor Ort kennen sich in der Region aus, und fahren mit ihren geländegängigen Fahrzeugen auch in die Orte, die im TV kaum zu sehen sind und die auch heute noch schwer zu erreichen sind.“  sp

Sammelstelle

Die nächste Tour ins Katastrophengebiet ist bereits für die kommende Woche geplant. Spenden können nach wie vor mittwochs und samstags von 9 bis 12 Uhr im Nientkewitz-Haus (Froböse) an der Obernstraße 36 in der Fußgängerzone abgegeben werden. Größere Sachen können auch abgeholt werden. Für nähere Auskünfte, aber auch für Anregungen, steht Jutta Rippe unter Telefon 0174/692 08  09 zur Verfügung.

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