Frostperiode hat „apart aussehenden Tieren“ geschadet / Vor-Ort-Beratung und Nistkästen

Achimer Nabu will Schleiereulen schützen

Schleiereulen gelten als ausgesprochene Kulturfolger
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Schleiereulen gelten als ausgesprochene Kulturfolger

Achim – Die Achimer Sektion im Naurschutzbund Deutschland (Nabu) bittet darum, Schleiereulen im Großraum Achim zu melden. „Wo es schon Vorkommen gibt oder Schleiereulen angesiedelt werden könnten, bietet der Nabu Unterstützung in Form von Nisthilfen an“, sagt die Sprecherin der Achimer Gruppe, Sabrina Kernhoff.

Schleiereulen sind ihren Angaben zufolge ausgesprochene Kulturfolger, sie brüten bei uns fast ausschließlich in Gebäuden. Dabei nisten die Vögel gerne geschützt unter dem Dach in Scheunen, Hallen, auf Kirchtürmen und manchmal auch auf Dachböden von einzeln stehenden Einfamilienhäusern, so Kernhoff weiter.

Um ihnen das Nisten zu erleichtern, gibt es spezielle, relativ große Brutkästen mit den Maßen 90 mal 69 mal 45 Zentimeter. Sie haben zudem einen besonders gestalteten Eingang und Brutbereich.

Die Schleiereule benötigt nach Angaben der Naturschützerin Kernhoff die offene, möglichst natürliche mit Hecken und Säumen durchsetzte Landschaft als Lebensraum. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Feldmäusen. Ein zu dichter Baumbestand oder gar Wald ist nicht als Habitat geeignet.

„Früher wurde in den Scheunen das Getreide gelagert und lockte die kleinen Nager an. Der Tisch dort war reich gedeckt und half diesen apart aussehenden Eulen mit ihrem herzförmigen Gesicht, den kleinen dunklen Augen und dem zart gesprenkelten Gefieder beim Überwintern“, erläutert Kernhoff.

Die zweiwöchige Frostperiode im Februar mit der geschlossenen Schneedecke habe den Schleiereulen und anderen Mäusejägern das Überleben schwer gemacht. Unter dem Schnee hätten sie ihre Beute nicht erspähen können, einige seien so schlichtweg verhungert. Dem Nabu wurden entsprechend mehrere Totfunde gemeldet.

Der Kreisverdener Nabu hat laut Sabrina Kernhoff eine Menge Geld in die Hand genommen und zehn große Nistkästen bei den Heide-Werkstätten in Soltau geordert, eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Sie stehen in Verden abholbereit.

Der Nabu Achim bietet Beratungen vor Ort an und prüft, ob es sich lohnen würde, einen entsprechenden Brutkasten einzubauen. Interessierte wenden sich an Sabrina Kernhoff unter Ruf 04202/83 225 oder 91 09 394 beziehungsweise per E-Mail an gruppe.achim@nabu-verden.de.  ps

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