Achimer Muslime feiern zusammen mit Gästen und zeigen Fortschritt auf der Baustelle

Neue Moschee ist zur Hälfte fertig

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Vorstandsmitglieder des Kulturvereins Achimer Muslime erläuterten den zahlreichen Besuchern das Bauprojekt an der Hasseler Straße.

Achim - Den seit 1997 in Deutschland traditionell am 3. Oktober begangenen Tag der offenen Moschee feierte der Kulturverein Achimer Muslime (Kamu) mit Gästen auf der Baustelle für die neue Moschee an der Hasseler Straße. Viele Köstlichkeiten, Flohmarkt, Kinderschminken und Hüpfburg waren der Rahmen für Gespräche, Spaß und Führungen über das Baugelände.

Der im April begonnene Neubau der Moschee sei bereits zur Hälfte fertig und werde nur über Spenden und ehrenamtliche Arbeit finanziert, informierte Kamu-Vorstandsmitglied Ilhami Yoldas die zahlreichen Besucher. Für Material, Erdarbeiten, Genehmigungen und Grundstückserwerb seien bis jetzt 420000 Euro ausgegeben worden.

Auf einer Gesamtfläche von 8000 Quadratmetern wird nach Angaben von Yoldas ein Parkplatz für 60 Fahrzeuge und das Gemeindezentrum mit 920 Quadratmetern Nutzfläche in eingeschossiger Bauweise entstehen. Die integrierte Moschee, der eigentliche Gebetsraum, erhält eine Kuppel mit sieben Metern Durchmesser und ein Minarett. Einen Muezzin, der die Gemeinde fünfmal täglich zu bestimmten Uhrzeiten zum Beten in die Moschee ruft, wird es in Achim aber nicht geben.

Die muslimischen Glaubensinhalte erklärte im Anschluss Imam Bidal Güney anhand der „fünf Säulen“ – Glaubensbekenntnis, das fünfmal tägliche Gebet, die Pflichtabgabe, den Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka. Angesichts schrecklicher Vorkommnisse in der Welt in der jüngsten Vergangenheit habe er Verständnis für die Ängste und Vorbehalte vieler Menschen gegenüber Muslimen. Es gebe im Islam aber keinen Religionszwang, erst recht nicht mit Gewalt, sagte der Imam. Er wünsche sich eine friedliche Koexistenz aller Religionen. Er selbst stehe im Dialog mit anderen Glaubensvertretern. „Der Glaube darf keine Trennwand sein“, betonte Güney.

Auch ein Filmprojekt, bei dem neun muslimische Jugendliche aus Achim zeigen, wie sie im Islam leben, Vorurteile abzubauen versuchen und Hindernisse zu überwinden, kam zur Sprache. Die fertige Dokumentation soll Schulen und anderen interessierten Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

hem

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