Anwerbeeinsatz geht aber weiter

Achimer Kitas jetzt personell „gut sortiert“

In der Uphuser „Deichbande“-Kita hatten sich personelle Engpässe in den Wochen vor den Ferien besonders zugespitzt und sogar zur Schließung von einzelnen Gruppen geführt. Soweit darf es auch nach Ansicht der Stadtverwaltung nicht wieder kommen.

Achim - Wochen vor Beginn des neuen Kindergartenjahres „sind wir personell in Achim gut sortiert“, freut sich Wiltrud Ysker, die Leiterin des Ressorts Bildung, Soziales und Kultur im Rathaus. Bei insgesamt gut 150 Stellen im Bereich der städtischen Kitas gebe es nur noch drei Vakanzen, erläuterte sie auf Nachfrage.

Die verstärkten Anstrengungen der Stadt, neue Kita-Fachkräfte zu gewinnen, laufen allerdings unvermindert weiter.

In diesem Berufsbereich gebe es viel Fluktuation und daher jede Menge Bewegung auf dem Stellenmarkt, so Wiltrud Ysker. Gerade kürzlich hätten sich auch wieder vier in Achim Beschäftigte verabschiedet. Änderungen im persönlichen Bereich und manch andere Faktoren führten zu den oft kurzfristigen Wechselwünschen – auch innerhalb einer Einrichtung.

„Wir möchten nicht wieder in eine solche Lage geraten wie in der Uphuser Kita ,Deichbande’“, nennt Bernd Kettenburg, stellvertretender Chef der Achimer Stadtverwaltung, einen wichtigen Grund für die fortgesetzte intensive Personalsuche. In Uphusen mussten wie berichtet wegen Engpässen durch längerfristige Erkrankungen oder Urlaubsansprüche Kita-Gruppen sogar reihum geschlossen werden. Das trieb berufstätige Eltern auf die Barrikaden.

Insgesamt 205 000 Euro an überplanmäßigen Ausgaben sind im aktuellen Achimer Haushalt zum Anwerben von Fachkräften vorgesehen und einstimmig vom Stadtrat bewilligt.

Nicht nur die städtischen Kitas, sondern auch die der freien und privaten Träger profitieren von den massiven Bemühungen um weiteres Personal. Die größten nicht-städtischen Kindergärten Achims werden von der Lebenshilfe sowie der evangelischen und katholischen Kirche betrieben. Außerdem gibt es das Kinderhaus Alte Schule Embsen, die Kinderstube Achim-Mitte und den Stadtwald-Kindergarten.

Zum speziellen „Anreizsystem“ gehören Supervisionsangebote, Erhöhung der Verfügungszeiten, Freistellungszeiten für stellvertretende Leitungen sowie Anleitungszeiten und die Vergütung für Praktikantinnen und Praktikanten.

Dazu läuft eine professionelle, zielgerichtete Werbekampagne auch im Rundfunk und in den neuen Medien. Außerdem gibt es künftig deutlich mehr Personalausschreibungen, während Bewerbungshürden gleichzeitig grundsätzlich gesenkt werden sollen. All die umfassenden Bemühungen um Fachkräfte seien vor allem auch weiterhin wichtig angesichts der neuen Bauvorhaben im Kindergartenbereich, wie sie etwa in Uesen, Baden und Bierden anstehen, macht Bernd Kettenburg noch deutlich.

Genau lasse sich natürlich nicht ermitteln, inwieweit sich die Anzahl der Bewerber durch den auch finanziell hohen Einsatz der Stadt Achim erhöhte, räumt Wiltrud Ysker ein. Doch zeige sich in Vorstellungsgesprächen immer wieder, dass der oder die Betreffende über gewährte „Bonusleistungen“ meist gut informiert sei.

Im Übrigen würden Aspiranten selbstverständlich auch die Stellenausschreibungen der freien und privaten Kita-Träger zur Verfügung gestellt, so dass unter allen Achimer Angeboten sich die Fachkräfte das jeweils persönlich passendste auswählen könnten. 

la

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