Achimer Jugendliche schildern eigene Vorstellungen der Freizeitgestaltung

Bolzen, Tanzen und W-Lan

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Über die Möglichkeit, im Freibad Fußball zu spielen, freuen sich diese Freunde.

Achim - Die Stadt Achim hat mit ihren Jugendeinrichtungen, darunter Jugendtreff, Café wir in Achim (Cawia), Skateranlage und Jugendvilla am Lahof sowie dem Emma-Mädchen-Mobil, einiges zu bieten. Jedoch stellte sich bei einer Umfrage unserer Zeitung im Achimer Freibad heraus, dass Jugendliche aus dem Ort darüber durchaus geteilter Meinung sind. Bei Pommes und Eis schilderten sie ihre Eindrücke und Vorstellungen eines guten Freizeitangebots für Jugendliche.

Wiebke Meyer (13) hat über Freunde schon viel vom „Jugendkeller“ gehört. „Immer freitags kann man da Abendbrot essen für weniger Geld. Man trifft sich und da ist auch Musik.“ Obwohl sie dies gerne machen würde, hat die Schülerin es noch nicht geschafft, einmal selbst dort vorbeizuschauen. Mit ihrem Sportprogramm hat sie selten Zeit für andere Termine. Wiebke spielt in Oyten Handball und im TSV Achim turnt sie. Das gefällt ihr auch an Achim: „Das Sportangebot ist groß.“

Zukünftig erhofft sie sich aber, dass mehr Veranstaltungen am Wochenende stattfinden, dann hätte sie eine bessere Chance, die Jugendangebote zu nutzen. Obgleich sie noch nicht im Disco-Alter ist, würde sie auch den Bau einer solchen Tanzstätte in Achim befürworten. „Das wäre eine gute Idee, weil sonst die Fahrtwege so weit sind.“ Das nächstgelegene Angebot sei zurzeit der „Bunker“ in Emtinghausen.

Der elfjährige Nick Schmock und der neunjährige Linus Meyer verbringen meistens ihre Zeit auf dem Bolzplatz. Nick ist in der JSG Achim-Uesen und spielt regelmäßig Fußball, genauso wie Linus. Nebenbei ist Linus aber auch dreimal die Woche auf dem Tennisplatz zu finden. Die beiden sind dementsprechend viel mit Sport beschäftigt. Trotz des großen Sportangebots in der Stadt wünschen sie sich mehr Fläche zum Austoben. Die Sportplätze seien teilweise zu klein oder für die Jungs alleine nicht zu erreichen. Im Achimer Freibad haben sie die Chance mit Gleichaltrigen ein paar Tore zu schießen. „Hier kann man sich gut mit Freunden treffen, jedoch ist es schade, dass es keine Rutsche mehr gibt“, erklärt Nick. „Es fehlt im Freibad eine besondere Attraktion“, fügt Linus hinzu. Der „Octopus“, der als Ersatz für die Rutsche im Nichtschwimmerbecken zur Verfügung gestellt wurde, sei oftmals bereits von anderen Gleichaltrigen besetzt.

Auch der elfjährige Kai Güldenast bolzt gerade mit den beiden im Freibad: „Ich würde mir eine Laser-Tag-Anlage für Achim wünschen. Da kann man im Schwarzlicht mit Lichtpunktgewehren in Mannschaften gegeneinander antreten. Das hab ich im Urlaub in Dänemark schon mal gemacht.“

Das Trio Sally Marie Jasper, Dominik Brozeo und Niklas Bredehöft (alle zwölf Jahre) würden sich über kostenfreie W-Lan-Hotspots im Zentrum der Stadt freuen. Alle haben ein Smartphone und sind regelmäßig im Internet. „Mit W-Lan würde das Surfen viel besser funktionieren“, berichtet Niklas. Städte wie Bremen bieten solche Hotspots bereits an öffentlichen Plätzen an. Des Weiteren fällt ihnen auf, dass es nur wenige Jugendliche in Achim gibt. Die Mehrheit seien Kinder und Erwachsene. Darauf würden dann auch die meisten Veranstaltungen ausgerichtet. „Eine Beachparty nur für Jugendliche, darüber würde ich mich freuen“, erhofft sich Sally Marie. Und Dominik Brozeo ergänzt: „Es wäre schön, wenn es sowas wie das Mädchenmobil auch für Jungs geben würde.“

Marco Salis (14) nutzt bereits zweimal wöchentlich das Angebot des Jugendtreffs an der Langenstraße. Auch im Jugendcontainer in Baden war er früher regelmäßig. Sonst ist er auch gerne „da, wo man chillen kann“, etwa in der Marktpassage und an der Weser in Uesen oder Baden. „In Achim fehlt aber ein größeres Einkaufszentrum mit Elektrogeschäft und Gamer-Produkten“, findet er. Mit seinem Kumpel Leon Sambale (12) muss er dafür immer in eines der großen Einkaufszentren in der Umgebung fahren.

kg/ldu

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