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Achimer Gästeführerinnen und Gästeführer starten nach coronabedingter Pause in die neue Saison

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Von: Dennis Bartz

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Nach monatelanger Pause schlüpft Maren Knüppel wieder in die Rolle von Nachtwächterin Martha van Acheim – mit Mantel, Hut und Hellebarde
Nach monatelanger Pause schlüpft Maren Knüppel wieder in die Rolle von Nachtwächterin Martha van Acheim – mit Mantel, Hut und Hellebarde. Sie berichtet über Geschichte und Gegenwart der Stadt. © Bartz

Achim – Die Fußgängerzone in Achim war weihnachtlich geschmückt, als Gästeführerin Maren Knüppel Mitte Dezember im Gewand der Nachtwächterin Martha van Acheim zum bisher letzten Mal mit interessierten Zuhörern durch die Gassen zog und dabei über Geschichte und Gegenwart der Stadt berichtete.

Die danach geplanten Termine der Achimer Gästeführerinnen und Gästeführer mussten allesamt wegen der hohen Inzidenzzahlen abgesagt werden – nun starten sie in die neue Saison. „Nach der langen Zeit bin ich ein wenig nervös und freue mich, dass es endlich losgeht“, sagt Maren Knüppel, die am Freitag, 22. April, um 17.02 Uhr im Auftrag der Achimer Tourist-Information zu Mantel, Hut und Hellebarde, ihrem Stab, greift. „Ich erzähle den Gästen dann Anekdoten und kleine Geschichten, die hier vor der Haustür passieren. Selbst viele Achimer kennen sie meist noch nicht. Ich mag unsere Stadt und habe Spaß an der Aufgabe“, so Knüppel weiter.

Bevor sie ihre erste Führung angeboten hat, hatte sie sich intensiv darauf vorbereitet. Sie hatte dafür unter anderem die dienstälteste Gästeführerin Elke Gerbers begleitet und sich bei der Achimer Geschichtswerkstatt informiert. Dabei ist sie auf kleine Schätze aus der Vergangenheit gestoßen, wie zum Beispiel auf ein „GPS-Gerät“ der damaligen Zeit. „Es war eine Taschenuhr, die Nachtwächter bei sich trugen. Im Inneren war eine Spule, die mit einer Papierbanderole umwickelt war. Während ihrer Tour mussten die Nachtwächter verschiedene Schlüssel benutzen, deren Bärte Markierungen im Papier hinterließen. Nur ihr Chef konnte die Taschenuhr öffnen und prüfen, ob seine Mitarbeiter ihre Arbeit zuverlässig erledigt hatten“, erzählt Knüppel.

Diese und viele weitere spannende Details erfahren die Teilnehmer während der etwa 90-minütigen Führung entlang geschichtsreicher Orte, Straßen und Gebäude Achims. Treffpunkt ist jeweils um 17.02 Uhr vor der Tourist-Information in der Obernstraße 38. Weitere Termine sind am 14. Oktober, 11. November und 16. Dezember, außerdem am 8. Juli um 19.02 Uhr. „Interessierte können aber auch privat Termine bei der Tourist-Information anfragen“, betont Maren Knüppel und weist auf die weiteren Stadt- und Themenführungen hin, die laut Pressemitteilung von April bis Dezember dazu einladen, Achim zu erkunden.

„Da wäre beispielsweise ein vergnüglicher Rundgang mit Anna, der ,Frau vom Zigarrenmacher‘. Bei der Führung mit dem Titel ,Von Buden, Bauchbinden und Pafferei – als der blaue Montag noch gefeiert wurde‘ dreht sich am 13. Mai und 2. September, jeweils um 17 Uhr alles um das Leben der Zigarrenmacher“, heißt es dort.

Während der Stadtführung „Honigkuchen und Zigarren“ erfahren die Teilnehmer dann Näheres über die frühere Honigkuchen- sowie Zigarrenproduktion in Achim und alles Wissenswerte rund um die Stadt. Dabei werde auch das Geheimnis gelüftet, woher der Name der Hexentreppe stammt. Termine sind am 27. Mai und am 22. Juli jeweils um 17 Uhr.

Bei dem Rundgang „Von Hebammen und liederlichen Frauenzimmern …“ berichtet eine Gästeführerin als Muttergribsch, Achimer Landhebamme, nicht nur über ihren Einsatzbereich und das bewegte Leben zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, „sondern erzählt am 10. Juni ab 17 Uhr auch so manches hinter vorgehaltener Hand“, kündigt die Tourist-Information an. Auf dem Spaziergang durch das alte Dorf Achim mit dem Titel „Höfe, Scheunen und ein Eulenloch“ erkläre Magd Berta am 24. Juni und 23. September alles Wissenswerte rund um die Entwicklung vom Bauerndorf zur Stadt.

„Dampfkarussell, Langfinger und Kinderkram“ ist der Titel der Stadtführung speziell für Kinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren, die für die Sommerferien geplant ist. Eine Gästeführerin schlüpft dabei in die Rolle von „Anna, der Frau vom Zigarrenmacher“. Sie erzählt am 12. August, ab 14 Uhr, aus der alten Zeit.

In der Führung „Achim zur Jahrhundertwende – ein Umbruch“ mit Bürgerin Gesine im Gewand geht es dann um Wissenswertes, Geschichte und Geschichten und die Frage: „Wie sah die heutige Innenstadt Achims im Jahre 1899 aus und was gibt es über die damaligen Gebäude in der Obernstraße zu erzählen?“ Termin ist am 5. August, 17 Uhr.

Tickets für alle Gästeführungen gibt es im Vorverkauf in der Tourist-Information der Stadt Achim. Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren 3 Euro. Bei der Tourist-Information gibt auch das kostenfreie Faltblatt mit allen Angeboten. Fragen beantworten die Mitarbeiter dort außerdem unter Telefon 04202 /2949 und per E-Mail an info@achim-tourismus.de.

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