Preisgünstige, kleinere, barrierefreie Bleiben schaffen 

Achim will sozialen Wohnungsbau ankurbeln 

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Einfamilienhäuser sind in Achim, wie hier im Neubaugebiet am Stadtwald, in den vergangenen Jahren zuhauf entstanden. Was fehlt, sind auch für den schmaleren Geldbeutel erschwingliche, nicht zu große, senioren- und behindertengerechte Wohnungen.

Achim - Viele schmucke Eigenheime sind in Achim in den vergangenen Jahren entstanden. Trotzdem finden längst nicht alle, die es in das wachsende Weserstädtchen zieht, dort eine passende Bleibe. „Preisgünstige, kleinere, barrierefreie Wohnungen sind nötig“, sagte SPD-Fraktionschef Herfried Meyer in der Sitzung des Stadtrats am Donnerstagabend im Ratssaal.

Alle politischen Richtungen sehen Handlungsbedarf auf diesem Feld. Einstimmig verabschiedete der Rat ein sogenanntes Wohnraumversorgungskonzept.

Damit will die Stadt neben eigenen finanziellen Anstrengungen auf diesem Gebiet an Fördermittel des sozialen Wohnungsbaus des Landes Niedersachsen kommen. Auch soll das Konzept privaten Akteuren auf dem Wohnungsmarkt als Informations- und Handlungsgrundlage dienen. Vorgesehen ist zudem, dass eine interfraktionelle Arbeitsgruppe „Wohnraumversorgung“ bei baulichen Vorhaben in Achim den Fokus insbesondere darauf richtet, große Wohnungen möglichst in kleinere Wohneinheiten umzuwandeln.

Darüber hinaus regte Meyer an, dass sich die Stadt bei der Kreiswohnungsbaugesellschaft in höherem Maße engagieren sollte. Und die SPD unterstütze den Antrag der FDP, in Achim eine eigene Gesellschaft zu gründen.

Was den Liberalen Ingo Müller freute, der aber in der Sitzung dennoch nicht mit Kritik sparte. „Ich sehe die Wohnraumentwicklung in Achim noch deutlich dramatischer als in der Studie dazu dargestellt“, sagte der FDP-Ratsherr. Wenn in den nächsten Jahren in den Gewerbegebieten Uesener Feld und Achim-West tausende neuer Arbeitsplätze entstünden, „überwiegend wohl eher im unteren Lohnniveau“, würden für viele dieser Beschäftigten in Achim preisgünstige Wohnungen benötigt, denn nicht jeder wolle und solle ja pendeln, erläuterte Müller und warf Verantwortlichen bei der Stadt Versagen vor: „Rat und Verwaltung haben in den vergangenen Jahren einen ganzheitlichen Blick auf die Stadtentwicklung vermissen lassen.“

Herfried Meyer wies diese Anschuldigung auch unter dem Beifall von anderen Fraktionen zurück. Müller schieße mit dieser Kritik deutlich über das Ziel hinaus.

Die Stadt verfüge über nur sehr wenig eigenen Wohnraum, merkte CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Lichter noch an. „Wir sind auf Investoren angewiesen, um Bedarfe zu stillen.“ - mm

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