Aktion in mehreren Bundesländern

Razzia gegen Clan-Kriminalität: Schwerpunkt liegt in Achim

Beamte der Polizei im Einsatz vor einem Imbiss-Gebäude.
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Bei einer großangelegten Razzia in Achim waren am Donnerstag Dutzende Beamte der Polizei im Einsatz.

Die Polizei hat in Achim Durchsuchungen in mehreren Gebäuden gestartet. Die Einsätze sind Teil einer Razzia-Aktion in mehreren Bundesländern und richten sich gegen Clankriminalität.

  • Groß-Razzia der Polizei hat ihren Schwerpunkt in Achim.
  • Einsatzkräfte gehen in drei Bundesländern gegen Clan vor.
  • Beamte machen zahlreiche Funde - unter anderem eine scharfe Schusswaffe.

Achim - Die Sonderkommission „Clan“ der Polizeidirektion Oldenburg durchsucht seit Donnerstagmorgen Wohnungen und Geschäftsräume in Achim. Das umfangreiche Ermittlungsverfahren richtet sich nach Angaben einer Polizeisprecherin gegen Teile einer türkisch-libanesischen Großfamilie aus Achim und Bremen. Zeitgleich gab es auch Durchsuchungen in Bremen und Nordrhein-Westfalen, der Schwerpunkt lege allerdings in Achim, teilte die Sprecherin mit.

Clan handelte unter anderem mit Drogen - auch im Internet

Der Sprecherin der Polizei zufolge stehen 19 Personen im Alter von 22 bis 48 Jahren im Verdacht, ein Netzwerk für einen Betäubungsmittelhandel aufgebaut zu haben. Das Amtsgericht Verden haben 18 Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Insgesamt seien 300 Beamte an der Aktion am Donnerstagvormittag in allen drei Bundesländern an den Durchsuchungen beteiligt gewesen. Unterstützt wurde die Soko „Clan“ von Kräften der Zentralen Polizeidirektion, Kräften des Mobilen Einsatzkommandos sowie Diensthundeführern der Polizeidirektion Oldenburg, teilte die Polizei mit.

Vorausgegangen seien Ermittlungen gegen Mitglieder des Clans, denen Handel mit Kokain und Marihuana vorgeworfen werde. Zudem bestehe der Verdacht auf Hehlerei, Geldwäsche und Sozialleistungsmissbrauch. Die illegalen Geschäfte der Großfamilie wurden unter anderem über Internetplattformen abgewickelt.

Auch Spürhunde waren bei der Groß-Razzia an mehreren Orten in Achim beteiligt

Polizeipräsident Johann Kühme aus Oldenburg sagte laut einer Meldung der Polizei: „Mit diesem Verfahren erhellen wir erneut die illegale Geschäftsstruktur eines Clans. Es geht um die Eindämmung des Macht- und Wirkungsbereiches dieses Netzwerkes. Rechtswidrig erlangte Vermögenswerte dürfen nicht im Besitz der Clanmitglieder bleiben. Deshalb gehört die Überprüfung der Herkunft hochwertiger Sachgüter und Geldbeträge mit zu den Aufgaben der Sonderkommission Clan.“

Amtsgericht Verden erlässt sogenannte Vermögensarreste

Das Amtsgericht Verden hat laut der Polizeimeldung im Vorhinein gegen drei Beschuldigte Vermögensarreste erlassen, um rechtswidrig erlangte Vermögenswerte sicherzustellen. So seien unter anderem zwei hochwertige Fahrzeuge, Goldschmuck und Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich beschlagnahmt worden. Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte außerdem Betäubungsmittel im unteren Kilogramm-Bereich, unter anderem Marihuana, Kokain und Amphetamine, sowie eine scharfe Schusswaffe mit Munition, eine Schreckschusswaffe sowie zwei Glücksspielautomaten sicher, heißt es weiter.

Unter anderem haben die Beamten der Polizei eine Schusswaffe und Goldschmuck sichergestellt.

In einem Kellerraum wurde zudem in größerem Umfang mutmaßliche Hehlerware aufgefunden. Darunter originalverpackte und neuwertige Spielkonsolen, Parfum sowie Spielwaren, die den Verdacht der Hehlerei erhärten und als Beweismittel sichergestellt wurden.

Die Maßnahmen der Polizei wurden mitunter durch das Verhalten einzelner Clan-Angehöriger gestört, was durch polizeiliche Maßnahmen - wie dem Aussprechen von Platzverweisen sowie einer Ingewahrsamnahme - unterbunden werden musste. Die Auswertung der Durchsuchungsergebnisse und die Fortführung der Ermittlungen werden in den kommenden Wochen erfolgen, heißt es weiter vonseiten der Polizei.

Großeinsatz und Sperrung wegen Umschlag mit unbekannter Substanz

Am Donnerstagvormittag ist es in Achim ebenfalls zu einem Großeinsatz am Polizeigebäude an der Obernstraße gekommen. Dort wurde ein Umschlag mit einer zunächst unbekannten, potenziell gefährlichen Substanz abgegeben. Die Straße wurde daraufhin gesperrt und ein Großeinsatz ausgelöst.

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