Verkleinerung für weniger Staus

Ueser Kreuzung soll in den nächsten Jahren optimiert werden

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Nicht immer fließt der Verkehr an der Ueser Kreuzung so reibungslos wie auf unserem Bild.

Die Ueser Kreuzung haben die Stadtplaner schon lange im Visier. Immer wieder staut sich dort der Verkehr. Aber mögliche Änderungen des Knotenpunkts standen immer in Abhängigkeit zur Ansiedlung von Amazon. Jetzt ist der Deal perfekt.

Achim - Dennoch geht Verkehrsplaner Stefan Schuster davon aus, dass die Umbauarbeiten frühestens 2021 beginnen. „Ich rechne eher mit 2022.“

Vor allem mit Blick auf das Logistikzentrum des Online-Handels haben die Stadtplaner den Verkehrsfluss im Auge. Allgemein rechnen sie in den kommenden Jahren mit einer Verkehrszunahme von rund fünf Prozent. Nicht nur an die Verbindung zwischen dem neuen Gewerbegebiet und der Anschlussstelle Achim-Ost wollen die Fachleute Hand anlegen, sondern auch an die Uesener Kreuzung.

Achim ist für Planung verantwortlich

Ziel der Umbauarbeiten ist es Schuster zufolge, den Knotenpunkt zu entzerren. Allerdings fallen die Ueser Kreuzung mit der Uesener Feldstraße (L 156) und der Verdener Straße (L 158) in den Verantwortungsbereich des Landes. „Wir haben bereits mit der Landesbehörde gesprochen, dass wir da rangehen wollen“, sagt Schuster. Man habe sich verbindlich darauf geeinigt, dass Achim für die Planung verantwortlich zeichne, die Landesbehörde sich im Gegenzug um die Ausführung kümmere und die Kosten übernehme.

Schuster und seine Kollegen stehen bei der Planung vor dem Problem, den Verkehrsfluss an der Kreuzung zu verbessern, ohne sie ausweiten zu können. Denn Flächen für eine Ausdehnung sind zurzeit nicht in Sicht. „Wir müssen die Kreuzung vielmehr kleiner machen, um sie leistungsfähiger zu bekommen“, erklärt Stefan Schuster. Konkret seien die langen Wege und die damit verbundenen langen Räumzeiten der Knackpunkt. „Je größer die Furten auseinanderliegen, desto länger benötigen die Fahrzeuge für den Weg.“

Ueser Kreuzung: Freies Rechtsabbiegen soll wegfallen

Künftig falle das freie Rechtsabbiegen weg. Aus jeder der vier Richtungen führt dann eine Linksabbiegerspur sowie eine kombinierte Geradeaus-/Rechtsabbiegerspur in die Kreuzung hinein und jeweils eine Fahrspur wieder hinaus.

Eine um zwei oder drei Sekunden optimierte Ampelschaltung soll laut Schuster zusätzliche Effekte bringen. Einen noch besseren Verkehrsfluss will Schuster vermeiden. „Ansonsten holen wir uns noch mehr Verkehr in die Stadt.“

Der bereits vorhandene Fahrradweg soll dann nicht mehr in Schlenkern, sondern gerade über die Kreuzung führen. Im Zuge der Optimierung wird voraussichtlich auch der Asphalt an der Kreuzung erneuert. Schuster geht von einer Sperrung der Fahrbahnen in Abschnitten aus.

Amazon soll an L 156 erschlossen werden

Das Amazon-Logistikzentrum, das in den kommenden zwei Jahren entsteht, soll laut Planung über zwei Knotenpunkte an der L 156 erschlossen werden.

Zum einen wird dazu die bestehende Max-Naumann-Straße genutzt und zum anderen ist eine neue Anbindung in Höhe der Anschlussstelle Achim-Ost (Südrampe) geplant.

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