Station für „Gemeinschaftsautos“ und Stromtankstelle auf Baumplatz geplant

Stadt Achim setzt auf Carsharing und Elektro-Mobilität

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Ein Carsharing-Auto mit Elektroantrieb an einer Ladesäule betanken – im hessischen Rodgau gibt es dieses Modell bereits. 

Achim - Die Stadt Achim will moderne Mobilitätskonzepte voranbringen und setzt auf Car-sharing und Elektroantrieb. Auf dem sogenannten Baumplatz am Rathaus soll eine Station mit „Gemeinschaftsautos“ und Stromtankstelle aufgebaut werden. Zudem befürwortete der Ratsausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr in seiner jüngsten Sitzung, in der Innenstadt eine E-Bike-Ladestation zu errichten.

Gegen die Stimme von Hans Baum (FDP), der die Stromtankstellen für noch nicht ausgereift hält, beauftragte das Gremium die Verwaltung, die bereits begonnenen Verhandlungen für die Einführung eines Carsharings mit jeweils einem benzin- und einem elektroangetriebenen Auto in Achim, fortzuführen. Ziel ist, dass die Bevölkerung, aber auch die Politessen und männlichen Hilfspolizisten der Stadt das System vom vierten Quartal 2019 an nutzen können.

In kleineren Städten wie Achim gebe es bisher kaum Carsharing, aber Verwaltung und Politik wollten nun ausprobieren, ob das auch außerhalb von urbanen Zentren funktioniert, legte Achims Verkehrsplaner Stefan Schuster in der Sitzung dar. „Wir wollen dabei auf eine Firma aus Bremen, die in der Hansestadt etliche Stationen betreibt, zurückgreifen.“ Was auch Fahrten für Leute ohne eigenen Wagen, die zwischen den beiden Städten pendeln, erleichtern würde.

Wer das System nutzen wolle, werde die Wahl zwischen einem E-Auto und einem Benziner haben. Ersteres werde tagsüber allerdings von den Kräften bei der Stadt, die für die Überwachung des ruhenden Verkehrs von Badenermoor bis Bollen zuständig sind, weitgehend beansprucht, schränkte Schuster ein. Zum Konzept gehöre nämlich die „sukzessive Umstellung von Dienstfahrzeugen auf E-Mobilität“.

Und auch der Aufbau von Ladesäulen für elektrisch betriebene Autos im öffentlichen Bereich durch die Stadtwerke Achim AG. Solche Stromtankstellen sollen außer auf dem Baumplatz auch auf dem Firmengelände an der Gaswerkstraße und am Krankenhaus sowie im Ortskern von Oyten entstehen.

Mit der Firma Cambio, die auf dem Baumplatz einen konventionell mit Verbrennungsmotor ausgestatteten Ford Fiesta und einen elektrisch mit Öko-Strom betriebenen Renault Zeo für das Carsharing stationieren wolle, sei ein Vertrag über zwei Jahre mit Verlängerungsoption verabredet, informierte Schuster weiter. Mit dem Konzept, fasste er zusammen, würden Kosten und Parkplätze gespart sowie die Umwelt geschont.

Die neuen Angebote seien „zum Knutschen“, äußerte Peter Bartram (Grüne). Er regte an, Ladestationen für Fahrräder auch an den beiden Bahnhöfen zu schaffen.

Petra Geisler (SPD) lobte das Konzept ebenfalls. Sie bemängelte jedoch die von der Stadt geplante E-Bike-Tanke neben den Fahrradständern zwischen der „Alten Feuerwache“ und dem Rathaus; das würde das neue Nutzungskonzept für den Bibliotheksplatz durchkreuzen. Der Baumplatz wäre ihrer Ansicht nach ein besserer Standort. „Ein 1,20 Meter hoher Schrank stört doch keinen“, entgegnete Stadtplanerin Dr. Monika Nadrowska.

Warum könne das E-Auto nicht allein Privatleuten zur Verfügung gestellt werden?, wollte Volker Wrede (CDU) wissen. Das sei eine Kostenfrage, antwortete Erster Stadtrat Bernd Kettenburg. Bei einer Mitnutzung durch die Stadt betrage die Anschubfinanzierung durch die öffentliche Hand lediglich 2 000 Euro pro Jahr und Fahrzeug, andernfalls würde der Achimer Haushalt mit 10 000 Euro belastet. 

mm

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