In Achim tut sich nicht nur auf dem Papier der Bebauungspläne viel

Größere Märkte, neue Kreisel und Kindergärten

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Der mächtige Neubau des Aldis. Wenigstens das geschieht auf dem Lieken-Gelände.

Achim - Achim ist dicht besiedelt, bebaut, und man hat den Eindruck, dass gestalterisch nicht mehr viel geschieht. Doch dieser Eindruck ist falsch, wie der Blick in die so trockenen Bebauungspläne verrät, an denen zur Zeit im Rathaus gearbeitet wird.

Der wohl spektakulärste Bebauungsplan heißt Gewerbegebiet nördlich der Eisenbahn, und gerade bei ihm geschieht am wenigsten. Es geht um die große Brache der hier vor vielen Jahren schon geschlossenen Lieken-Brotfabrik, Nachbarstraßen und die Straße „Zum Achimer Bahnhof“. In Räume des Lieken-Fabrikgebäudes ist immerhin schon einmal der Achimer Kunstverein eingezogen. Ansonsten tut sich hier nichts.

Die Ratsmehrheit blockiert nach wie vor die Pläne der Möchtegern-Investoren Will und Skräbs, die hier ein Einkaufszentrum mit Fachmärkten unter anderem für Textil und Elektro und einen großen Lebensmittelmarkt errichten möchten, und strebt statt dessen Wohnungen, Büros, kleine Firmen und Geschäfte, aber keinen Lebensmittelmarkt an. Die Stadt ist dafür auch in das millionenschwere Programm Stadtumbau West gerutscht, aber bisher ist man da nur auf dem Papier vorangekommen. Kleine Fortschritte zeichnen sich allenfalls in der Bahnhofstraße ab. Mit den auf dem Lieken-Areal Investitionswilligen will die Stadtspitze in diesem Frühjahr ein weiteres Gespräch führen.

Immerhin wird hier an der Embser Landstraße in diesem Frühjahr noch der unumstrittene größere Aldi-Markt vollendet.

Fährt man ein Stück weiter auf der Embser Landstraße, wird man sich freuen können, dass die Kreuzung mit der Schwalbenstraße und Straße Am Freibad, die Jahrzehnte für Ärger gesorgt hat, in diesem Jahr noch durch einen Kreisel ersetzt werden soll.

Im Norden entsteht weiter an der Halleschen Straße ein neuer Kindergarten, während an der Leipziger Straße gerade der Startschuss für 24 Reihenhäuser mit 36 Stellplätzen auf einer 5000 Quadratmeter großen Wiese gegeben wird. Das Gemeindezentrum Nord wiederum wird von der Kirche zu Wohnzwecken verkauft werden.

In Achims Innenstadt hofft man, dass das Scherfsche Grundstück am Kreisel endlich neu bebaut und zum Blickfang wird. Alles wartet hier auf die neue Kreissparkasse und weitere Wohnhäuser. Die alte Bibliothek wiederum soll im Frühsommer noch zum Restaurant „Alte Feuerwache“ werden.

Die Reitanlage an der Mühlenstraße soll einer Wohnanlage weichen.

Auch in den Ortsteilen tut sich was. Während Bierden in Bereichen der Landwirtschaft und Feuerwehr als Wohnort dem Ortsbild verträglich weiterentwickelt werden soll, wird Uphusen einen vergrößerten Netto-Markt bekommen.

In Uesen bildet das große Logistikzentrum im neuen Gewerbegebiet Uesener Feld in unmittelbarer Nähe des Autobahnanschlusses Achim Ost das größte Projekt. 8,2 Hektar, 400 versprochene Arbeitsplätze und jede Menge Fahrten von Lastern verdeutlichen die Dimension dieses Projektes.

Sobald ein abgestimmtes Konzept des Investors Log4Real vorliegt, soll dieses Jahr mit dem Planverfahren und der Beteiligung der Öffentlichkeit begonnen werden.Das Grundstück ist längst verkauft, allerdings nur für den Fall, dass aus dem Logistikzentrum auch etwas wird, das wegen der Verkehrs- und Lärmbelastung nicht ganz unumstritten ist.

Der benachbarte Hundeübungsplatz des Schäferhundevereins wird verlegt werden.

In Baden laufen die Baugebiete am Lahof und an der Rotenburger Straße voll. Durch die vielen hinzugezogenen Familien mit Kindern besteht Bedarf nach einem neuen Kindergarten, der wird am Lahof von der Stadt errichtet und von der Lebenshilfe betrieben werden. Die „Planeritis“ dafür läuft im Frühjahr an.

mb

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