Achim setzt auf neue Ladenkonzepte

„Ein Ruck durch die Innenstadt“

Achim - Neuigkeiten zum Innenstadt-Konzept trug Bürgermeister Rainer Ditzfeld beim Ausschuss für Angelegenheiten des Ortsteils Achim mit Begeisterung und Emphase vor. „Es muss ein Ruck durch die Innenstadt gehen.“ Dies sei angesichts der vielen Leerstände notwendig.

Mit „Pop-up-Stores“, temporären Läden, sollen Selbständige die Gelegenheit erhalten für geringe Mieten ein halbes Jahr lang den Markt zu erkunden – und sich dann möglicherweise dauerhaft anzusiedeln (wir berichteten). Als Positiv-Beispiel nannte er die Stadt Altena in Westfalen, die es mit diesem Modell nach kurzer Zeit geschafft habe, weit über 50 Prozent der Leerstände aufzufüllen.

Zudem wolle die Stadt die seit dem Weggang der Cima vakante halbe Stelle mit einem Immobilien- und Flächenmanager möglichst noch im 1. Quartal 2016 neu besetzen.

Neuerungen seien auch durch Veräußerungen von Grundstücken und Gebäuden zu erwarten. So etwa bei der alten Bibliothek. Dort wird gerade der Bebauungsplan geändert und parallel ein Bauantrag gestellt. Die Kreissparkasse soll sich auf dem ehemaligen Scherf-Gelände ansiedeln. Gespräche mit dem Investor AVW und der Architektenwettbewerb flankieren sich derzeit. Für das Nientkewitz-Geschäftshaus an der Obernstraße 36 seien Gespräche mit dem neuen Besitzer, der Immobilienfirma Bremermann, geplant.

Schließlich soll die Innenstadt mit neuer Weihnachtsbeleuchtung auch während der Adventszeit eine Aufwertung erfahren. Um das Festgeschehen in der Innenstadt bunter und vielfältiger zu gestalten, wolle man den Vereinen stärkere Anreize geben, sich zu beteiligen. „Dazu gehört: wir können Vereinen nicht Geld für Stände abknöpfen“, so Ditzfeld.

Auf Larne Sprengers (CDU) Einwand, die Schausteller nicht zu vergraulen, indem man Vereinen erlaube, zum Spottpreis Bier zu verkaufen, wusste Ditzfeld zu kontern: „Die Vereine sollen keine Konkurrenz für die Schausteller sein.“ Für gastronomische Angebote sei eine Gebühr zu erheben, nicht aber, wenn Vereine schlicht für sich werben wollten. Sprenger zog zudem in Zweifel, dass Pop-up-Stores dauerhafte Ansiedlungen nach sich zögen, da es sich meist um begrenzte Sonderverkäufe handle. Dem hielt Ditzfeld entgegen, man habe auch an Geschäftsleute aus angrenzenden Gemeinden gedacht, die Achim als Markt erkunden wollten.

ldu

Rubriklistenbild: © dpa

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