Unfälle in Fußgängerzone

Schluss mit „durchknallenden Radfahrern“: „Achim nimmt Rücksicht“

Mit großen Bannern mahnt der Präventionsrat der Stadt Fahrer, die in der Fußgängerzone unterwegs sind, ihr Tempo zu drosseln. Das
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Mit großen Bannern mahnt der Präventionsrat der Stadt Fahrer, die in der Fußgängerzone unterwegs sind, ihr Tempo zu drosseln. Das

Mit großen Bannern mahnt der Präventionsrat der Stadt vor „durchknallenden Radfahrern“: „Achim nimmt Rücksicht. Bitte Schrittgeschwindigkeit!“

Achim – „In diesem Sommer hat es in der Fußgängerzone zwei Unfälle mit E-Bikes gegeben, bei denen ein Kind schwer und ein anderes leicht verletzt wurde“, erläuterte Rainer Ditzfeld, der kraft seines Amtes als Bürgermeister auch Vorsitzender des Präventionsrates ist, am Donnerstag bei einem Pressegespräch im Stadtcafé den Anlass für die Aktion.

Katja Brammer beobachtet als Kontaktbeamtin bei der Achimer Polizei nach eigenen Angaben immer wieder brenzlige Situationen in dem Bereich. „Grundsätzlich ist eine Fußgängerzone ein geschützter Raum für Fußgänger“, stellte das Präventionsratsmitglied in Uniform beim Pressetermin zunächst einmal klar. Und das bedeute, dass Radfahrer dort nichts zu suchen hätten. Allerdings habe die Stadt Achim nach der Schaffung der Fußgängerzone zu Beginn der 90er-Jahre eine Ausnahmeregelung getroffen. Die besage, dass Radfahrer außerhalb des Wochenmarkts am Mittwoch- und Samstagvormittag dort zugelassen seien. „Wenn sie sich an die Schrittgeschwindigkeit, das sind gerade mal fünf bis sieben Stundenkilometer, so gut es geht halten“, fügte Brammer hinzu. Das Gleiche gelte genauso für Taxi- und Lkw-Fahrer sowie Anlieger oder Schwerbehinderte, die Sondergenehmigungen für das Befahren der Fußgängerzone besitzen.

„Doch in jüngster Zeit wurde die Schrittgeschwindigkeit zunehmend missachtet. E-Bike-Fahrer rauschen jetzt mit 25 km/h durch“, berichtete Brammer. „Polizei und Stadt haben ganz viele Beschwerden von Bürgern deswegen bekommen.“

Werde auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer weiterhin keine Rücksicht genommen, drohe die Konsequenz, dass die Fußgängerzone für alle anderen außer für den Personenkreis in des Wortes Bedeutung tabu sei, zeigten Ditzfeld und Brammer die Marschrichtung auf. Sie appellieren deshalb an sämtliche Fahrer, egal ob motorisiert oder nicht, einsichtig zu sein und die Tempovorgabe in dem Abschnitt strikt einzuhalten. „Wenn das nicht klappt, müssen Radfahrer künftig ihre Vehikel in der Fußgängerzone schieben“, verdeutlichte Ditzfeld. Sollte die Stadt das anordnen, würden jedoch viele Einzelhändler, die in solch einem Fall das Ausbleiben von „mal eben vorfahrenden“ Kunden befürchteten, auf die Barrikaden gehen, merkte der Bürgermeister an.

An diesem Samstag wird der Präventionsrat dem Vorsitzenden zufolge an einem Stand im Rahmen der Mobilitätswoche auf dem Baumplatz neben dem Rathaus auf das Thema hinweisen. Aber damit ist es nicht getan.

„Wir werden über einen längeren Zeitraum öfter in der Fußgängerzone stehen und versuchen, durchknallende Radfahrer für das Problem zu sensibilisieren“, kündigte Polizistin Brammer an. Wer dort mit einem E-Bike unterwegs sei, sollte den Motor ausschalten oder zumindest auf die unterste Eco-Stufe runterschalten, um die Schrittgeschwindigkeit einzuhalten, hatte sie noch einen praktischen Tipp parat.

Rainer Ditzfeld gab schließlich seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Stadt nicht zum letzten Mittel einer Sperrung der Fußgängerzone für Fahrer greifen müsse. „Es wäre schlecht, wenn eine Handvoll Uneinsichtiger andere in Mitleidenschaft ziehen würde.“

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