Positives Signal der Stadt

Neues Verkehrskonzept für Onlineriesen Amazon

Achim - Der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss der Stadt hat mehrheitlich beschlossen, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen für neue Verkehrswege in Achim-Ost, Voraussetzung für eine Amazon-Ansiedlung im Gewerbegebiet Uesener Feld. Vertreter der Grünen und WGA stimmten dagegen beziehungsweise enthielten sich, wie wir von ihnen erfuhren.

Wie berichtet, sollen die massiven Verkehrsströme für Amazon aufgenommen werden durch eine neue Zufahrt auf das noch freie Gewerbegelände von der Autobahnabfahrt aus Richtung Bremen, durch eine breitere Anlage der Kreuzung L156/Max-Naumann-Straße/Im Finigen sowie eine mehrspurige Einmündung der K23 auf die L 156.

Achims Erster Stadtrat Bernd Kettenburg hält es, wie er uns sagte, für ganz normal, dass dieser neue Bebauungsplan nicht vom öffentlich tagenden Stadtrat in Auftrag gegeben worden ist. Das mache seit seiner Achimer Amtszeit, seit 2013, immer der nicht öffentliche Verwaltungsausschuss und sei kein besonderes Verfahren für Amazon.

Der Rat, seine Ausschüsse und die Einwohner kommen dann im neuen Jahr „ins Spiel“. Im Januar/Februar werde sich der Planungsausschuss öffentlich mit dem Bebauungsplanentwurf beschäftigen, so genannte Träger öffentlicher Belange und die Bürger werden dann wochenlang die Möglichkeit haben, zu dem öffentlich ausliegenden Planentwurf Stellung zu nehmen. Dann werden der Planungsausschuss und der Rat die Stellungnahmen, Anregungen und Bedenken zu bewerten und über den Bebauungsplan in öffentlicher Sitzung zu entscheiden haben.

Lärm- und Verkehrsgutachten im Blick

Zum Bebauungsplan werden auch die noch auszufeilenden Lärm- und Verkehrsgutachten gehören. Kettenburg unterstreicht, dass die Stadt bisher - ohne Notwendigkeit - nur Vorab-Gutachten präsentiert habe, die man von der vorherigen geplatzten Log4Real-Ansiedlung noch hatte beziehungsweise für die Abstimmungsgespräche mit dem Straßenbauamt aktualisiert habe.

Die Präsentation von Zahlen, Behauptungen und eines Filmchens in öffentlicher Planungsausschusssitzung im September war alles andere als überzeugend gewesen. Nachgeprüft wurde nichts.

Das endgültige Verkehrsgutachten zur möglichen Amazon-Ansiedlung soll auch den Bereich der Ueser Kreuzung voll erfassen und dann allen Interessierten auch im Internet zur Verfügung stehen.

Bis zur Ansiedlung noch ein langer Weg

Der Erste Stadtrat meint, dass Amazon ebenso wie die Stadt Achim großes Interesse haben werde, dass der Verkehr in Achim fließe wegen seiner Lieferfahrzeuge und Mitarbeiter.

Bis zur Baugenehmigung kann der Internet-Gigant vom Vorhaben zurücktreten, der als Mieter eines Bauinvestors auftritt und die EVG, Entwicklung und Vermarktung von Achimer Grundstücksflächen, eine gemeinsame Gesellschaft von Stadt und Kreissparkasse Verden, als Verhandlungspartner hat.

Läuft alles wie am Schnürchen, könnte der Rat den Bebauungsplan bis zur Sommerpause beschließen, um die Baugenehmigung zu ermöglichen. Wahrscheinlich wird es aber aufgrund der Probleme und Widerstände länger dauern.

Entschieden wird dabei auch über die Beschäftigung von 2000 bis 3500 Menschen, die der Onlinehändler Amazon für Achim verspricht.

mb

Rubriklistenbild: © dpa

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