1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden
  4. Achim

Achim: Hallenbad an zwei Tagen geschlossen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marvin Wennhold

Kommentare

Der stellvertretende Badleiter Björn Berghahn hofft, dass bald mehr als nur ein Becken im Achimer Hallenbad mit Wasser gefüllt ist.
Der stellvertretende Badleiter Björn Berghahn hofft, dass bald mehr als nur ein Becken im Achimer Hallenbad mit Wasser gefüllt ist. © Bartz

Achim – Es ist ein leidiges Dauerthema: Als Folge des Brandes, der im Achimer Hallenbad im April vergangenen Jahres bei Dacharbeiten ausgebrochen war, kann das Nichtschwimmerbecken dort seitdem nicht genutzt werden.

Nun gibt es weitere Einschränkungen: Am 24. und 25. Februar bleibt das komplette Bad geschlossen. Im Zusammenhang mit den notwendigen Sanierungsarbeiten muss die Lüftungsanlage an den genannten Tagen abgeschaltet werden – und ohne diese ist der Betrieb nicht erlaubt.

Wann der Nichtschwimmerbereich wieder genutzt werden kann, ist weiterhin offen. Das führt gerade in Corona-Zeiten zu Problemen – und zu Frust bei den Badegästen, da teilweise die Kurse aus Platzgründen wegfallen. Für die Verantwortlichen der Stadt Achim ist das Thema ein Dorn im Auge: „Wir haben leider das Problem, dass das ein Versicherungsschaden ist“, erklärt Steffen Zorn, Bereichsleiter für Bauen und Stadtentwicklung.

Der Austausch mit der Firma, die sich der Sanierung angenommen hat, gehe daher nicht direkt über die Stadt. Dadurch gebe es immer wieder Verzögerungen. Auch, weil „ein Gutachter vor Ort weitere Schäden festgestellt hat, beispielsweise eine Rauchkontamination im Lüftungsbereich.“ Die Firma selbst treffe laut Zorn eine Teilschuld an der Verzögerung, weil diese festgelegte Termine nicht immer eingehalten habe. „Doch es ist nicht leicht, wenn sich durch neue Mängel die Sanierungspläne ändern und sich dann alles weiter verzögert. Das hat auch Auswirkungen auf andere Baustellen der Firma und führt dann zu Terminverzögerungen“, sagt Zorn. Er hoffe jedenfalls, dass dieses „große Ärgernis für die Stadt“ bald ein Ende hat, und vermittelt Zuversicht: „Ich erwarte, dass das Thema nach den Osterferien durch ist.“

Auf eine schnelle Öffnung hofft auch der stellvertretende Badleiter Björn Berghahn, der seit Ausbruch des Feuers das eigene Büro im Hallenbad nicht nutzen kann: „Es ist schade, täglich das leere Becken zu sehen. Normalerweise planschen dort Kinder im Wasser. Durch den Ausfall können wir auch keine Kurse mit Kindern abhalten, die noch keine Erfahrung mit Wasser haben.“

Baustelle: Das Nichtschwimmerbecken hat seit fast einem Jahr kein Wasser mehr gesehen – und auch keinen Gast.
Baustelle: Das Nichtschwimmerbecken hat seit fast einem Jahr kein Wasser mehr gesehen – und auch keinen Gast. © Bartz

Eine schnelle Lösung wäre daher den kleinen und auch großen Badegästen zu wünschen, die seit mehr als zehn Monaten auf ihr Nichtschwimmerbecken verzichten müssen. „Es ist natürlich eine missliche Lage für unsere Kunden“, weiß Zorn. Es seien viele Kurse durch den eingeschränkten Betrieb in der Corona-Zeit ausgefallen. „Den Gymnastik- und Schwimmkursen fehlt einfach ein Becken.“ Der „Stau“, der dadurch entstehe, werde durch Corona nur noch verstärkt: „Es gibt nichts schönzureden.“ Trotzdem sei er froh, dass das Bad trotz des Brandes überhaupt geöffnet sei – mit Ausnahme des Nichtschwimmerbereichs.

Auch nach dieser Maßnahme „kann das Becken zunächst noch nicht wieder genutzt werden“, zitiert eine Pressemitteilung die Bäderbetriebsleiterin Sabine Schulz. Auch sie hoffe auf eine Inbetriebnahme nach den Osterferien.

Eine Entlastung könnte für die Verantwortlichen zudem die näher rückende Freibadsaison sein, die laut Pressemitteilung schon in Planung sei und Mitte Mai starten soll. Die Angebote im Freibad, heißt es darin, umfassten dann auch Schwimmkurse für Kinder, deren Umfang den Ausfall des Angebots im Hallenbad kompensieren soll.

Auch interessant

Kommentare