Pläne für Kita-Neubau vorgestellt

Neues Leben für das Lieken-Gelände in Achim

Noch bestimmen Baufelder und Bagger das Bild auf dem ehemaligen Lieken-Gelände. Zwischen Zufahrtsstraße und Stadtwerken (hinten) soll der Kita-Neubau entstehen.
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Noch bestimmen Baufelder und Bagger das Bild auf dem ehemaligen Lieken-Gelände. Zwischen Zufahrtsstraße und Stadtwerken (hinten) soll der Kita-Neubau entstehen.

Achim – Die Stadt Achim befindet sich auf einem guten Weg, den seit Jahren aufgestauten Notstand in Sachen Kinderbetreuung wieder auszugleichen. Während der Kita-Neubau der Lebenshilfe an der Straße Holzbaden fertiggestellt wird, schreiten die Pläne für den Neubau der Kita Nördliche Innenstadt mit angebundenem Familienzentrum voran. Konkrete Entwürfe stellte Ingenieurin Claudia Böhme, die in der Stadtverwaltung für Neubau und Sanierungen stadteigener Gebäude zuständig ist, im Sozialausschuss des Stadtrats vor. Das Gremium tagte am Montagabend im Rathaussaal.

Auf dem ehemaligen Lieken-Gelände, angrenzend zu den Stadtwerken Achim, ist laut Böhme ein zweigeschossiger Neubau in Holzbauweise geplant. Im Erdgeschoss sollen zwei Krippengruppen für jeweils maximal 15 Kinder, ein Sanitär- und Differenzierungsbereich sowie Verwaltungsräume und eine Küche entstehen. „Wir haben nach gesetzlichen Vorgaben zwölf Quadratmeter pro Kind zugrunde gelegt und um nicht zu viel Fläche zu versiegeln, wird in die Höhe gebaut“, erklärte die Ingenieurin. Auch der Barrierefreiheit ist Genüge getan: Die Stockwerke sind durch einen Aufzug miteinander verbunden. Das Obergeschoss soll drei Gruppen für Kinder im Kindergartenalter (ab drei Jahren, maximal 25 Kinder) beherbergen. Zudem sollen räumliche Möglichkeiten für die integrative Erziehung geschaffen werden – etwa ein Bewegungsraum und ein Raum, der für Therapieangebote genutzt werden kann.

Das Gebäude sei ähnlich konzipiert wie andere, von der Stadt bereits gebaute Kitas. Die Holzbauweise habe bisher nur bei der Lebenshilfe-Kita in Baden Anwendung gefunden. Das Dach soll begrünt werden und derzeit sei „angedacht, dass die Kita produzierten Strom aus der Fotovoltaikanlage auf der benachbarten Mobilitätsstation nutzen kann“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Eine Besonderheit des Außengeländes sei der starke Höhenunterschied zu den benachbarten Stadtwerken. Um die rund drei Meter einzuebnen, wird es mittels einer Winkelstützmauer abgefangen und aufgefüllt.

Bauantrag für Lieken-Gelände soll Mitte Oktober eingereicht werden

Der Zeitplan sieht vor, den Bauantrag Mitte Oktober bei der Genehmigungsbehörde des Landkreises Verden einzureichen. Bis Oktober 2023 sollen Gebäude und Außenanlagen fertiggestellt sein – also zum Kitajahr 2023/24. „Das muss Spitz auf Knopf passen“, betonte Claudia Böhme.

Aktuell sei die Verwaltung dabei, die Kostenberechnung fertigzustellen. „Aufgrund der derzeit sehr hohen Baukosten, die durch Materialknappheit noch weiter nach oben getrieben werden, ist derzeit nicht sicher, ob der vorhandene Haushaltsansatz von insgesamt 4,75 Millionen Euro eingehalten werden kann“, ist der Sitzungsvorlage zu entnehmen. „Wie alle wissen, ist viel passiert auf dem Baumarkt, daher rechnen wir mit einer Kostensteigerung von rund 10 Prozent“, so Böhme.

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Ein Teil der Mehrausgaben könne die Stadt über Förderprogramme – durch die NBank für das Familienzentrum und über die Landesrichtline RAT für die Schaffung von Kita-Plätzen – auffangen. Hinzu kommen weitere Fördermittel aus der Städtebauförderung für das Sanierungsgebiet Nördliche Innenstadt. Die Verwaltung rechnet mit einer Förderquote von 60 Prozent – insgesamt 2,8 Millionen Euro.

Konzept für ein Familienzentrum in Achim wird diskutiert

„Wie könnte ein Familienzentrum aussehen?“, fragte Bernd Junker (SPD). Katja Luschei, Fachbereichsleiterin für Bildung, Soziales und Kultur, wollte sich dazu noch nicht konkret äußern. Das Konzept für ein Familienzentrum müsse sich daran orientieren, wie das Klientel des umliegenden Wohngebiets, das sich aktuell auf dem Lieken-Gelände schon im Bau befinde, zusammengesetzt sei. Je nach Altersstruktur der Mieter müssten etwa Angebote für unterschiedliche Generationen mit berücksichtigt werden.

In diesem Zusammenhang erwähnte die Ausschussvorsitzende Silke Thomas (Grüne) Überlegungen zu „anderen Wohnkonzepten“ für die benachbarte Vogelsiedlung. In dem Quartier, das in den 60er-Jahren gegründet wurde, deute sich gerade ein Generationenwechsel an. Wie berichtet, plant die Stadt mithilfe von Fördermitteln eine energetische Sanierung der Reihenhaus-Wohnanlage.

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