Gefahrenabwehrplan soll vor Unheil bewahren 

Zielvereinbarung zwischen Rat und Bürgermeister unterzeichnet

Achim - 14 Punkte von „Achim-West“ bis „Friedhofsanlagen“ sind auf 38 Seiten zu finden. Die neue, zweite „Zielvereinbarung zwischen dem Rat der Stadt Achim und dem Bürgermeister“, die Ratsvorsitzender Bernd Junker und Bürgermeister Rainer Ditzfeld Donnerstag unterzeichneten, gilt bis Ende 2021. Sie gibt den Kommunalpolitikern und der Verwaltung einen Leitfaden für ihr Handeln an die Hand.

Das Vertragswerk habe der Stadtrat bereits im Sommer einstimmig gebilligt, erinnerte Bürgermeister Ditzfeld. Die bis Oktober 2021 gewählte Bürgervertretung könne und müsse sich daran bei ihrer Arbeit orientieren, „auch beim Doppelhaushalt 2021/22“, und die Verwaltungsmitarbeiter natürlich ebenso.

„Beide Seiten haben sich an die Punkte zu halten“, unterstrich Ratsvorsitzender Junker. „Die Vereinbarung wirkt disziplinierend, sowohl für die Politik als auch für die Verwaltung“, fügte er hinzu.

Sowohl Ditzfeld (parteilos) als auch Junker (SPD) räumten aber auch ein, dass die Formulierungen bei dem 14-Punkte-Plan auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner beruhten. Um alle Fraktionen mit ins Boot zu bekommen, seien die „Kontraktziele“ eher allgemein gehalten.

„Achim-West“ wird als erstes aufgelistet. In der „Zielbeschreibung“ heißt es: Verkehrsentlastung des Ortsteils Uphusen durch Entwicklung der Autobahn-Anschlussstelle Achim-West und der dazu gehörenden Infrastruktur, Weiterentwicklung des Arbeitsplatzangebotes in der Stadt Achim, Sicherung der Steuerkraft.

Verbesserung der Verkehrsbedingungen

„Verkehrssituation / Infrastruktur in Achim verbessern“, ist der nächste Punkt. Stichworte dazu sind unter anderem „Lenkung der Verkehrsströme“, „Mobilitätsstation“, „Car-Sharing“, „interkommunaler Radverkehr“.

Die Wohnbauentwicklung soll künftig gebremst erfolgen. Der Bedarf an Kindertagesstätten und Schulen sei dabei zu berücksichtigen.

„Stärkere Bindung der Kaufkraft in Achim“, lautet ein weiteres Ziel. Die Stadt hofft dabei vor allem auf Investitionen „an der Obernstraße 38 und gegebenenfalls der angrenzenden Gebäude, Marktpassage, Sparkassengebäude“. Rund ums Amtsgericht soll die „Aufenthaltsqualität“ gesteigert werden.

Darüber hinaus will die Stadt das Ganztagsschulangebot ausbauen und die Sportanlagen verbessern. Trotz aller geplanten Investitionen sollen die Schulden „nicht aus dem Ruder laufen“.

Mit einem „Gefahrenabwehrplan“ und noch fehlendem „Evakuierungskonzept“ reagieren Politik und Verwaltung auf „Großschadensereignisse“ wie Unwetter. Am Ende geht es um den wirtschaftlichen Betrieb der Friedhöfe. „Dazu sind alternative Bestattungsformen nachfrageorientiert zu entwickeln.“

mm

Rubriklistenbild: © Köhnken

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