Feierlicher Empfang im Rathaus

Erzieherinnen überall begehrt: 13 entscheiden sich für Achim

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Mit einem fröhlichen „You're welcome!“ begrüßte Kita-Fachberaterin Gudrun Schütte (oben, rechts) die neuen Achimer Erzieher/innen, und Bürgermeister Rainer Ditzfeld (hinten) hatte auch für die passenden bunten Sträuße zum offiziellen Empfang gesorgt.

Achim - Zur Zeit sei es zum ersten Mal so, dass Erzieherinnen und Erzieher sich ihre Arbeitsstellen praktisch aussuchen könnten. Die Nachfrage in diesem Berufsbereich sei einfach sehr groß. Darauf wies Kindertagesstätten (Kita)-Fachberaterin Gudrun Schütte gleich hin, als sie mit „You're welcome!“ 13 „Neue“ begrüßte, die sich für den Standort Achim entschieden hatten. Auch zwei Männer sind darunter.

Seit dem 1. August arbeiten alle in hiesigen Kitas von Baden über Achim-Mitte bis zur neuen „Himmelsstürmer“-Einrichtung und in Uphusen. Sie betreuen Erst-und Zweitklässler an der Astrid-Lindgren-Grundschule oder auch Krippenkinder am Osterfeld sowie die „Waldkinder“-Gruppe der Kita Baden.

Trotz der Neueinstellungen bleibe der Arbeitsmarkt in diesem Berufsbereich angespannt, betonte Wiltrud Ysker, die Leiterin des Fachbereichs Bildung und Soziales in der Stadtverwaltung. Und so würden schon in einigen Monaten etliche weitere Erzieherinnen eingestellt, kündigte Gudrun Schütte an. Es sei eine Art „Dauerschleife“, weil sich gerade in Achim der Kindergartenbereich wegen Neubaugebieten und weiterer Zuzüge stark vergrößere, fügte Wiltrud Ysker an.

Sechs der jetzt im Rathaus Empfangenen wohnen auch in Achim, und die Nähe der Arbeitsstelle spielte natürlich eine wichtige Rolle bei ihrer Entscheidung. Die Übrigen kommen unter anderem aus Bremen und Verden, Intschede und Bruchhausen-Vilsen.

Gute Erfahrungen als Grund für Berufsentscheidung

Gute Erfahrungen aus dem Praktikum, größere Zuverlässigkeit öffentlicher Träger im Vergleich zu privaten und auch interessante Fortbildungsangebote gerade auch in Achimer Einrichtungen wurden ebenfalls als Gründe dafür angeführt, hier als Erzieher/in zu arbeiten.

Das eigene Kind und allgemein der gute Zugang zu Kindern nannte eine der Frauen als persönliches Motiv, diesen Beruf zu wählen. Eine andere wollte eigentlich Sport studieren. Sie arbeitete sozusagen als Basis zunächst mit Kindern und blieb dann „im Integrationsbereich hängen“, weil es ihr dort einfach so gut gefiel. Ein junger Mann hatte schon immer den Kita-Sektor als beruflichen Wunsch im Auge, schuftete aber zunächst eine Zeitlang als Lagerist, um Geld zu verdienen.

Es sei eindeutig eine Schwachstelle im Erzieherinnen-Beruf, dass es bisher in der Ausbildungsphase keinen Lohn gebe, fand Bürgermeister Rainer Ditzfeld, der die neuen Kräfte ebenfalls begrüßte und Blumensträuße für einen angemessenen Empfang hatte besorgen lassen.

Um mehr junge Frauen und Männer für den Sektor zu begeistern, sollte auch hier das duale Ausbildungssystem eingeführt werden, bekräftigte Ditzfeld.

Die Stadt Achim biete schon mal – außer bei projektbezogenen Beschäftigungsverhältnissen oder Urlaubsvertretungen – unbefristete Arbeitsverträge, machte Wildtrud Ysker noch deutlich. Die Zahl der Zeitverträge sei deutlich zurückgefahren worden, weil dieses auch politisch so gewünscht wurde.

la

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