Ausstellung zu nachhaltigem Konsum

Fairer Handel für mehr Gerechtigkeit

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Unter dem Motto „Globale Gerechtigkeit und lokales Engagement“ möchten die Ausstellungsinitiatorinnen um Dr. Angelika Saupe (l.) zu bewusstem Kaufverhalten anregen. 

Achim - Welche Wege nehmen Rohstoffe im globalen Handel? Welche Akteure profitieren von Ausbeutungsmechanismen, und welche Gruppen leiden darunter? Was kann jeder Einzelne mit seinem Kaufverhalten zu mehr Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit beitragen? All diese Fragen beantwortet noch bis zum 20. Juni die aktuelle Ausstellung mit dem Titel „Fairer Handel und nachhaltiger Konsum“ im Rathausfoyer.

Die Informationssäulen beschreiben anschaulich die Produktionsketten und decken dabei Missstände auf, deren Ursachen bis zum lokalen Konsumverhalten reichen. „Mit unserer Präsentation möchten wir darauf aufmerksam machen, dass unsere Kaufentscheidung Einfluss auf weltweite Zusammenhänge hat“, erläuterte Initiatorin Angelika Saupe bei ihrer Eröffnungsrede am Samstag.

Insbesondere Frauen und Kinder in den armen „Ländern des Südens“ würden unter den Produktionsverhältnissen leiden, mahnte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Achim.

Entstanden ist die Ausstellung in Kooperation mit dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), gemeinsam mit der St.-Laurentius-Gemeinde und Terre des Hommes Achim.

Begleitet wurde die Ausstellungseröffnung durch einen Vortrag von Ingeborg Mehser. Die Mitarbeiterin vom „Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt“ sprach über die schlechten Arbeitsbedingungen von vornehmlich Frauen und Kindern in den Produktionsstätten und zeigte Alternativen auf. „Öko-faire Kleidung kann auch schick sein“, erklärte die Rednerin und lieferte mit ihrer Garderobe ein Beispiel. „Second Hand, Kleidertauschpartys oder Upcycling und Umschneidern bieten vielfältige Möglichkeiten.“

Filmabend im Gemeindesaal

Passend zum Thema zeigen die Aktiven von St.-Laurentius am Donnerstag, den 14. Juni ab 19.30 Uhr im Gemeindesaal einen Filmbeitrag. Unter dem Titel „Digital – Mobil – und Fair?“ decken die Autoren Schwächen moderner Produktions- und Gebrauchszyklen auf.

„Wir würden uns freuen, wenn viele Besucher, aber insbesondere Schulklassen unser Informationsangebot wahrnehmen würden“, wünschen sich die Ausstellungsmacherinnen. - sch

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