Warengenossenschaft Heidesand will Grundstück an der Feldstraße verkaufen

Abriss auf Achimer Raiffeisen-Gelände

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Schon reichlich zugewachsen ist der stillgelegte Raiffeisen-Markt an der Feldstraße. 

Achim - Auf dem Gelände sprießen Birkentriebe und anderes Unkraut in die Höhe. „Räumungsverkauf“ ist auf dem Gebäude noch in rot-weißen Lettern zu lesen. Im Juni 2016 schloss die Raiffeisen-Warengenossenschaft Heidesand aus Scheeßel nach rund fünf Jahren Betrieb ihre Filiale an der Feldstraße in Achim. Bald könnte sich dort etwas tun: Die etwa 4900 Quadratmeter große Fläche soll verkauft, der Raiffeisen-Markt abgerissen werden.

Was jedoch genau geplant ist, dazu wollte Geschäftsführer Klaus-Dieter Masselink auf Nachfrage noch keine Auskunft geben. „Wir beabsichtigen, den Markt zu verkaufen“, verriet er nur. Man befinde sich in Verhandlungen und wolle damit erst später an die Öffentlichkeit gehen.

Erlaubt wären in dem Mischgebiet, für das es keinen Bebauungsplan gibt, sowohl Gewerbe als auch Wohnungen. In den 80ern befand sich hier noch ein Comet-Supermarkt. „Wenn ich einen Wunsch äußern könnte, dann wäre Einzelhandel auf Platz 1 – zur Belebung der Innenstadt“, sagt Bürgermeister Rainer Ditzfeld. Aber auch Wohnbebauung sei etwas, „womit man gut leben könnte“, so Ditzfeld. Und ein allgemeiner Trend zum Wohnen in Innenstadtnähe ist ja derzeit in Achim – siehe Scherf-Gelände – durchaus zu beobachten.

Was geht baurechtlich?

Schon kurz vor der Schließung des Standorts vor anderthalb Jahren hatte Heidesand mit möglichen Käufern verhandelt. Unter anderem war die Post als Nachfolger im Gespräch gewesen. Dabei hatte sich jedoch schon bald abgezeichnet, dass der Gewerbe- und Logistikanteil für dieses durch Wohnhäuser geprägte verkehrsberuhigte Gebiet zu hoch sein würde. Auch Verhandlungen mit weiteren Kandidaten hatten nicht zum Erfolg geführt – „wegen preislicher Vorstellungen“, deutet Ditzfeld an.

Derzeit liefen Abstimmungsgespräche mit der Stadtverwaltung, was auf dem Gelände baurechtlich ginge. In Ermangelung eines Bebauungsplans wird das gemäß § 34 des Baugesetzbuches festgelegt. „Sprich: Es muss sich in die nähere Umgebung einfügen“, erläutert Marco Schaubitzer, Mitarbeiter im Fachbereich Stadtentwicklung. 

Hoher bürokratischer Aufwand

Zum Beispiel richte sich die erlaubte Bauhöhe nach der Höhe der benachbarten Gebäude. „Hier haben wir außerdem die Besonderheit, dass sich in der Nähe eine Schwimmhalle, ein Sportplatz, eine Grundschule und ein Gymnasium befinden“, fährt der Verwaltungsmitarbeiter fort.

Große Teile Achims sind übrigens „34er-Gebiet“. Denn alles zu überplanen, dafür wäre der bürokratische Aufwand zu hoch, betont Schaubitzer. Die 250 Achimer Bebauungspläne beziehen sich größtenteils auf den Stadtkern.

Randbereiche wie die Georgstraße, Buesstraße und eben auch die Feldstraße schließt das nicht mit ein. - ldu

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