Der Abwärtstrend nach dem Ansturm ist gestoppt / Auch viele neue Medien

Neue Bibliothek behauptet sich im digitalen Zeitalter

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Auf zwei Ebenen bietet die Bibliothek beste Bedingungen.

Achim - Haben Sie sich an Weihnachten ein gutes Buch geschenkt oder gar eins gelesen? In früheren Jahren ist auf diese Fragen sicher häufiger mit Ja geantwortet worden als heute im digitalen Zeitalter, da das Lesen insbesondere bei der jüngeren Generation nicht mehr ans bedruckte Papier gebunden ist.

Für Freunde des Buchs bietet Achim neben wirklich vorzeigbaren Buchhandlungen auch eine Bibliothek, die sich sehen lassen kann. Sah es bei dem Meinungskampf um das alte Bibliotheksgebäude jahrelang so aus, als sollte hier einer Kultureinrichtung der Garaus gemacht werden, so bestätigen wohl auch die in diesem Standortstreit Unterlegenen, dass die Bibliothek in den neuen Räumen im Erdgeschoss und Keller des Rathauses vorzügliche Bedingungen gefunden hat.

Geräumig, übersichtlich und komfortabel präsentiert sich hier die Bücherei in den umgebauten und angebauten Räumen mit Sachbüchern von Vulkanismus und Erdbeben bis Indien und Indianern, mit Romanen, Krimis, Fantasy, Heiterem und Horror. Auch wer das Wochen- oder Monatsmagazin sucht, ist hier richtig.

Auch neue Medien, Hörbücher, CD‘s, Spiele und Internetangebote gehören zu dieser Mediathek. Der zehnjährige Ben zum Beispiel ist hier Kunde und freut sich über seine Hörbücher.

Auf zwei Ebenen ist alles übersichtlich angeordnet mit Arbeits-, Ruhe- und selbst Kuschelecken.

Als die neue Bibliothek Ende Januar im Rathaus startete, gab es einen Ansturm, doch der ist verflogen, wie Fachbereichsleiter Dr. Stephan Leenen, der zusammen mit Iris Arndt die Bibliothek leitet, mitteilt. Die Besucher- und Nutzerzahlen sanken sogar, wie er feststellte. Er kann sich vorstellen, dass noch zu wenige in dem Rathaus die Bibliothek vermuten, Vielleicht sollte man trotz aller Ausstellungen zum Beispiel zum Kriegsende oder zur Flucht noch mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

Der Abwärtstrend ist mittlerweile allerdings wieder gestoppt. Und so negativ, wie es Leenen darstellt, lässt es sich aus den nackten Zahlen auch nicht herauslesen. Zwar sind von Ende Januar bis Ende November gegenüber dem ganzen Vorjahr die Medienentleihungen gesunken von 218 157 auf 199 471, aber in zehneinhalb Monaten dieses Jahres verzeichnete man gegenüber den zwölf Monaten des Vorjahres 663 Neuanmeldungen gegenüber 489 und 3118 aktive Nutzer gegenüber 2973.

Die Achimer können sich noch klarer zu ihrer tollen Bibliothek bekennen, die auch automatische und schnelle Ausleihe erlaubt und 2016 i zum Beispiel mit einer Ausstellung zu Meinungsfreiheit und Unterdrückung auf sich aufmerksam machen wird.

mb

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