Abi-Entlassungsfeier am Cato-Gymnasium

Abschied mit „Stochastik-Socken“ und Apfelbaum

Unterbrochen durch Musik und Redebeiträge nahmen die Abiturienten feierlich ihr Abschlusszeugnis entgegen. - Foto: Schmidt

Achim - Unter dem verheißungsvollen Motto „Abikini – knapp, aber passt schon“ versammelten sich gestern Nachmittag Schüler und Lehrer sowie Eltern und Geschwister zur Abi-Verleihung in der Cato-Aula. Knapp wurde vor allem der Raum, denn die Aula platzte förmlich aus allen Nähten. Durch die Veranstaltung, die traditionsgemäß von den Absolventen in Eigenregie organisiert wurde, moderierten Emily Schimanski und Tjard Schmidt.

Das Abschluss-Motto nahm Schulleiter Dr. Stefan Krolle zum Anlass für einige Ausführungen zum Thema Bikini: „Was sie zeigen, ist gehaltvoll, was sie verbergen aber entscheidend“, und zitierte damit Aaron Levenstein, der seine Aussage zwar auf die besondere Eigenschaften von Statistiken bezog, welche aber auch die Qualitäten vieler Schüler beschreibe. Den überragenden Gesamtnotendurchschnitt von 2,48 quittierte der Schulleiter mit einem zufriedenen Lächeln: „Der Landesdurchschnitt steht zwar noch nicht fest“, räumt der Oberstudiendirektor ein, „aber wir liegen immer darunter.“

29 von 123 Schülern eine Note besser als 2,0

Von 123 Absolventen erreichten 29 eine Note besser als 2,0. Fünf Schüler verlassen das Cato mit Fachhochschulreife. Mit Marlene Funk und Rebecca Mirbach brillieren zwei Schülerinnen mit einer glatten 1,0.

Mit großem Respekt würdigte Stefan Krolle den Einsatz von Finn Luca Schulz, der ein internationales freiwilliges soziales Jahr (IFSJ) in einem Waisenhaus in Manila antreten wird. Er forderte seine jungen Zuhörer auf, mutig und hungrig nach Leben zu sein – sie sollten schauen, wo der Nabel der Welt liege und über sich selbst Klarheit gewinnen.

Die Glückwünsche des Landkreises überbrachte Landrat Peter Bohlmann. Die Welt gerate aktuell aus den Fugen. Großen Anteil daran hätten die neuen Medien und die fortschreitende Digitalisierung mit Folgen für soziale Beziehungen und das Arbeitsleben. Damit stehe diese Generation vor einer größeren Herausforderung als jede vorherige, weil sie Informationen anders gewichten müsse. „Wissen und Werte bilden die Grundlage für verantwortliches Handeln“, erklärte der Landrat und erinnerte an Worte von Cato Bontjes van Beek.

Rainer Ditzfeld beglückwünschte die „Ehemaligen“ zum höchsten Schulabschluss im deutschen Bildungssystem. Das Land brauche Menschen, die Ideen entwickeln und komplexe Verhältnisse bewältigen könnten. „Wir erleben gerade einen Umbruch und die Kräfte verschieben sich“, mahnte der Bürgermeister. „Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit wurden hart erkämpft und müssen verteidigt werden.“

Die Schüler dankten jeweils ihren Kursleitern für die zuverlässige Begleitung durch einen wichtigen Teil ihres Lebens und bedachten sie mit kleinen Geschenken. So nahm Mathe-Fachleiterin Marlies Gerken einen Satz „Stochastik-Socken“ und einen Apfelbaum mit den Worten entgegen: „Wir wissen ja, dass Sie mit Blumen nicht viel anfangen können.“

Unterbrochen wurden die Redebeiträge durch die Verleihung der Zeugnisse und musikalische Highlights: Rilana Wronowski spielte am Flügel und sang „School“ von Supertramp. Die Schul-Big-Band präsentierte „Get Lucky“ (Daft Punk), „Against All Odds“ (Phil Collins) und „Californication“ (Red Hot Chili Peppers). - sch

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