75 Abiturienten im Markt-Gymnasium verabschiedet

Goodbye Gamma und hinaus ins Leben

Lang erwarteter Moment nach wehmütig-lustigen Rückblicken und weisen Ratschlägen für das Leben nach dem Abi: die Zeugnisübergabe . - Fotos: Laue

Achim - Eine „Eintrittskarte zur lebenslangen Weiterbildung“ nannte Ralph Gronki, scheidender Rektor des Achimer Gymnasiums Am Markt (Gamma) das Abitur. Landrat Peter Bohlmann sprach sogar von einem „weltweit anerkannten Bildungsnachweis“, der große Freiheiten bei der Lebensgestaltung eröffne.

Diesen Nachweis haben jetzt am Gamma 75 Schüler in der Tasche und damit zugleich die allgemeine Hochschulreife erlangt. 20 schafften einen Notenschnitt mit einer Eins vor dem Komma, und vier weitere beendeten ihre Schullaufbahn am Markt mit einem Abschluss, der den schulischen Teil der Berechtigung zum Fachhochschulstudium abdeckt.

Es sei jetzt für alle Abiturirenten und auch für ihn selber „Time to say Goodbye“, so Gronki. Die Turnhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, und natürlich hielten viele Eltern Eindrücke von der Abschiedsfeier fotografisch oder per Video fest.

Neben den Wünschen für ein erfolgreiches Leben mahnte Bohlmann, dass die Welt heute nicht mehr so stabil sei wie noch vor zwei Jahrzehnten. Damit Toleranz und Demokratie erhalten bleiben, sei der persönliche Einsatz vieler Bürger gefragt.

Auch Ditzfeld machte deutlich, dass künftige Herausforderungen nicht durch „wandelnde Wikipedianer“, sondern nur durch selbständige, in Zusammenhängen denkende Menschen zu bewältigen seien. Am Gamma spiele das „Lernen lernen“ aber bekanntermaßen schon immer eine wichtige Rolle.

Auf philosophisches Terrain begab sich Andrea Schumcher von der Elternvertretung des Gamma mit den Fragen „Wozu bin ich da?“ und „Wozu nützt dieses Leben?“ Die Antwort eines englischen Denkers: „Du bist hier, damit Du Deinen Vers beitragen kannst“.

Auch den Schülern wünschte Andrea Schumacher, dass sie ihre Individualität entwickeln und ihren speziellen Vers entdecken. Nebenher dankte sie schmunzelnd den Gymnasiasten für deren Geduld mit stets zu mehr Schulleistungen drängenden und meckernden Eltern.

Antonia Gerken und Marian Rohlfs von der Schülervertretung gingen auf besondere Erlebnisse während der jetzt abgeschlossenen Gamma-Zeit ein: das gelungene Ruderwochenende zum Kennenlernen, soziale Projekte, Mottowochen, Skifreizeit, Schüleraustauschreisen nach Lettland sowie nach England und mehr. Die beiden lobten ausdrücklich die Überschaubarkeit dieser kleineren, modernen Schule und das fast persönliche Verhältnis zu den Lehrkräften.

Die „Friday“-Band des Gamma begleitete musikalisch die Abschlussfeier – unter anderem mit „Can’t Buy me Love“ von den Beatles und „Under The Bridge“ von den Chili Peppers.

„Unter der Brücke“, das könne natürlich die Alternative sein, wenn Schüler alle guten Ratschläge einfach missachten, meinte Ralph Gronki in der für ihn typischen Form von Humor. Zum Schluss aber kräftigte er alle für den weiteren Weg durchs Leben mit einem klaren „Ihr schafft das schon – auch selbständig ohne Helikopter-Eltern“. Dank bekamen die Eltern aber für die Unterstützung ihrer Zöglinge und das Mitbangen bei Prüfungen auch zu hören. Landrat und Bürgermeister schlossen die engagierten Lehrer bei diesem Dank mit ein. - la

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