In abgetrennten „Buchten“ der Turnhalle untergebracht / Nicht als dauerhafte Lösung gedacht / Manche reisen weiter zu Angehörigen

Vor allem ganze Flüchtlingsfamilien treffen in Embsen ein

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Das ehrenamtlich engagierte Helferteam für die in Embsen beherbergten und freundlich aufgenommenen Flüchtlinge präsentiert sich auf diesem Bild.

Embsen - 59 Flüchtlinge fast ausschließlich aus den Krisengebieten Syriens und Afghanistans trafen nach letztem Stand inzwischen in Embsen ein und wohnen in der zu diesem Zweck von der Stadt Achim bereit gestellten und entsprechend hergerichteten Turnhalle.

Dabei bestätige sich der Trend, dass in den jüngsten Flüchtlingsströmen nicht mehr überwiegend junge Männer, sondern ganze Familien mit kleinen Kindern unterwegs sind, teilte gestern auf Nachfrage Ulf Neumann, der zuständige Pressesprecher der Kreisverwaltung in Verden, mit.

Die geheizte Halle wurde durch Planen in verschiedene Wohnbuchten mit Feldbetten unterteilt und bietet damit Raum für 70 Personen. Bewährt habe sich auch die Variante, Zelte innerhalb von Hallen aufzustellen, weil damit noch etwas mehr Wohnlichkeitsgefühl geschaffen werden könne, so Neumann.

Viele Neuankömmlinge versuchten möglichst schnell per Handy den Kontakt zu Familienangehörigen oder anderen Bekannten in der Bundesrepublik herzustellen. Das könne dazu führen, dass aus Embsen Flüchtlinge zu anderen Familienmitgliedern reisen oder eben enge Angehörige sie hier aufsuchen. Daher variiere die Anzahl der in der Halle Wohnenden immer etwas.

Weiter macht der Landkreis-Sprecher noch einmal deutlich, dass es sich hier um Flüchtlinge handele, die im Rahmen der Amtshilfe für das Land quasi direkt von der Grenze in Bussen ankommen und in Erstaufnahme-Unterkünften beherbergt werden.

Das sei nicht zu verwechseln mit den rund 50 Flüchtlingen pro Woche, die dem Landkreis fest zugeteilt werden, die dieser versucht, auf längere Sicht auch in Privatwohnungen unterzubringen und bei denen gleich besondere Integrationmaßnahmen einschließlich Sprachkursen greifen. Es gebe also im Grunde jetzt zwei verschiedene Flüchtlingsströme.

Es sei von den Politikern noch nicht entschieden, ob die in diesen Tagen auslaufende Frist des Amtshilfeersuchens verlängert werde oder auslaufe. Im letzteren Fall müsste das Land die betreffenden Flüchtlinge in seine zentralen Erstaufnahme-Einrichtungen übernehmen, deren Kapazität zur Zeit erschöpft ist.

Betreut werden die in Embsen Beherbergten von Ehrenamtlichen der Johanniter-Unfallhilfe. Wie berichtet, wurden die Flüchtlinge sehr freundlich von den Bürgern willkommen geheißen. Auch die Hilfs- und Spendenbereitschaft etwa im Bereich Spielzeug war enorm.

Das Essen für die Neuankömmlinge liefert der Betreiber des Kantine im Cato Bontjes van Beek-Gymnasium, und im Übrigen wachen Kräfte eines Sicherheitsdienstes über das Wohl der Angekommenen.

Diese seien auch in den Tagen nach dem Eintreffen oft noch sehr erschöpft von nicht selten wochenlangen Odysseen zu Fuß – oder auch gezeichnet von vorhergegangenen schlimmen Erlebnissen, berichtet Ulf Neumann. Deshalb möchten sie jetzt erst einmal zur Ruhe kommen und sich langsam einleben.

la

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