Ein Problem fürs Großprojekt Achim-West

Die A1-Brücke und die acht Fahrspuren

Achim - Von Manfred Brodt. Das 100-Millionen-Projekt Achim-West, 100 Hektar Gewerbegebiet mit neuem Autobahnanschluss am Bremer Kreuz für rund 100 Millionen Euro, ist für manche in Achim ein Traum, für Bremen bislang allerdings nur Objekt schöner Worte. Die Schwierigkeiten könnten aber noch zunehmen.

Der Bund und das Land Bremen sind sich eigentlich einig, dass die A1 auch im Bereich des Bremer Kreuzes achtspurig ausgebaut werden soll. Dieses Vorhaben ist allerdings genauso wenig im Bundesverkehrswegeplan 2030 festgehalten wie die neue Autobahnanschlussstelle Achim-West.

Die Zukunft der Autobahn und der Verkehrsdrehscheibe in Achim/Bremen dürfte allerdings achtspurig sein. Die bisherige Verkehrserschließung für das geplante Achimer Gewerbegebiet am Bremer Kreuz geht allerdings noch von einer sechsspurigen Autobahn aus.

Es wäre natürlich mehr als ein Schildbürgerstreich, wenn man die vorgesehene Brücke vor Vitakraft über die sechsspurige A1 bauen würde, um sie später beim achtspurigen Ausbau wieder abreißen zu müssen.

Brücke muss für eine später achtspurige Autobahn konzipiert werden

Die Brücke, die auch das Uphuser/Mahndorfer Gewerbegebiet besser anschließen soll, muss also für eine später achtspurige Autobahn konzipiert werden. Das wird nicht unwesentlich teurer werden, wie Bürgermeister Rainer Ditzfeld, Erster Stadtrat Bernd Kettenburg und Fachbereichsleiter Martin Balkausky uns bestätigen.

Doch damit nicht genug. Wo wird Platz geschaffen werden für eine Brücke über acht Autobahnspuren? Das Hauptwerk der Firma Vitakraft wird man ja wohl nicht abreißen können und wollen. Es wird eng und schwierig werden. Achim wird bei der Brückenplanung für Achim-West Bremen ja nicht vorschreiben können, wo später auf Bremer Boden acht Autobahnspuren verwirklicht werden. Bremen und Achim werden sich verständigen müssen.

Diese Überlegungen stellen sicher auch die Verkehrsplaner im Achimer Rathaus an, die für das bis Ende 2017 vorgesehene Planfeststellungsverfahren europaweit ausgeschrieben haben die Projektsteuerung, die Straßenplanung, das Brückenbauwerk, die Querung der Bahnlinie und den landschaftsplanerischen Begleitplan.

Sollten die technischen Schwierigkeiten gemeistert sein, fehlen nach Einschätzung des Ersten Stadtrats Bernd Kettenburg immer noch zwölf Millionen Euro für das Projekt Achim-West, die Achim nicht stemmen könne.

Da ist dann auch Bremen mit mehr als symbolischen Beträgen gefordert. Achim würde mit fünf Millionen Euro bis 2019 ohnehin schon an seine Verschuldungsgrenze oder darüber hinaus gehen.

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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