75-Jährige empört über Knöllchen

„Kein Wunder, dass alles leer ist“

Achim - Der 75-jährigen Christa Erdberger „geht der Hut hoch“, wie sie uns gestern sagte. Gestern war sie mit ihrem ebenfalls 75-jährigen Lebenspartner Jürgen Prüser zu ihrer Physiotherapeutin an der Asmusstraße gefahren und hatte dort auf dem großen Parkplatz an der Asmusstraße/Brückenstraße ihr Auto abgestellt. Auf das Armaturenbrett hatte die Badenerin ihren Behindertenausweis gelegt, mit dem sie generell drei Stunden parken darf.

Als sie von der Behandlung zurückkam, überraschte sie ein „Knöllchen“ an der Windschutzscheibe des Wagens. Zehn Euro soll sie an die Stadtkasse zahlen. Ihr Vergehen: „Parken nicht entsprechend der Parkstellenmarkierung“. Tatsächlich hatte die Frau ihren Wagen auch ein Stück auf den benachbarten Parkplatz gestellt, um den Schatten eines Baumes bei der Affenhitze auszunutzen. Für sie ein Witz diese Verwarnung, denn gegen 13 Uhr sei der Parkplatz doch wie leergefegt gewesen, so dass sie niemand eine Parkmöglichkeit genommen habe.

Wütend suchte sie das Achimer Rathaus auf und beschwerte sich, so etwas habe sie in 55 Jahren Autofahren noch in keiner Stadt erlebt. Das seien die Bestimmungen auch in anderen Städten. Außerdem sei die Stadt mit einer neuen Parkzeit von drei Stunden doch sehr entgegenkommend, wurde ihr entgegnet. Sie könne ja noch auf den Bürgermeister warten, empfahl eine Rathausmitarbeiterin.

Das tat die Frau nicht, sondern ging statt dessen wütend zum Achimer Kreisblatt. „Die Geschäfte sind leer. Die Parkplätze sind leer. Achim ist tot. Kein Wunder“, schimpft die 75-Jährige, die schon 35 Jahre hier lebt.

mb

Rubriklistenbild: © dpa

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