33-Jähriger Ottersberger angeklagt / Aussage gegen Aussage

In eigenem Wohnzimmer zum Sex gezwungen?

Achim - Von Lisa Duncan. Zwang ein 33-jähriger Mann aus Ottersberg eine Bekannte in ihrer Wohnung in Achim zum Sex? So lautet jedenfalls der Vorwurf am Achimer Amtsgericht gegen den zurzeit erwerbslosen Maler. Weiter als bis zur Anklageschrift kam das Schöffengericht allerdings nicht. Wegen vermeintlicher Ermittlungsfehler und weil die Betroffene, die auch Nebenklägerin ist, Akteneinsicht erhalten hatte, wurde das Verfahren vertagt. Einen Termin dazu gab das Gericht allerdings noch nicht bekannt.

Der 33-jährige Ottersberger wird beschuldigt, eine Frau am 2. Februar 2014 gegen 4 Uhr früh in ihrem Wohnzimmer zu sexuellen Handlungen genötigt zu haben. Die beiden hatten sich einige Monate zuvor kennen gelernt, hieß es in der Anklageschrift. Folgendes hat sich nach Schilderung der Staatsanwaltschaft abgespielt: Auf der Couch habe der 33-Jährige versucht, sich der Betroffenen zu nähern, doch diese habe ihn abgewehrt. Daraufhin sei der Angeklagte auf die Toilette verschwunden und nur mit einer Unterhose bekleidet wieder zurückgekehrt. Anschließend habe er versucht, die Frau zu küssen, woraufhin sie sich weggedreht haben soll. Nun soll der Mann angefangen haben, sein Gegenüber zwischen den mit einer Leggins bekleideten Beinen zu streicheln. Als die derartig Angefasste nicht auf seine Handlungen einging, habe er ihr seinen Penis vor das Gesicht gehalten. Daraufhin sei sie erneut ausgewichen, indem sie sich mit dem Kopf zur Sofalehne gedreht und gesagt habe, sie wolle das nicht. Daraufhin habe der angebliche Aggressor ihre Hand genommen und in selbige bis zum Samenerguss onaniert.

Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe, äußerte sich aber nicht zu den Vorgängen der besagten Nacht. Mit neutralem Gesichtsausdruck nahm er den Bericht zur Kenntnis. „Er wird aber noch dazu aussagen“, kündigte sein Verteidiger an. Dieser beantragte einen neuen Verhandlungstermin, unter anderem um zwei Polizeizeugen anzuhören, die gestern nicht geladen waren.

Der Anwalt des Angeklagten betonte, er hege Zweifel, ob in dem Verfahren richtig ermittelt worden sei. „Bei der Polizei hat die Zeugin ausgesagt, dass sie bei der Geburtstagsfeier ihrer Nachbarin sechs Mischungen Whisky-Cola getrunken hat. Sie sagt das, um zu erklären, warum man sich so spät trifft“, mutmaßte der Verteidiger. Gegen 23 Uhr sei sie in den Irish Pub gegangen, wo sie eine Schlägerei beobachtet habe ohne selbst daran beteiligt zu sein. Die vom Wirt alarmierte Polizei ließ die Zeugin trotzdem „pusten“ – und stellte 0,0 Promille fest.

Zudem sei es im Fall von Aussage gegen Aussage verfahrenstechnisch nicht zulässig, der Nebenklägerin Akteneinsicht zu gewähren.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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