1,62 Mio. Euro gefordert / Neue Station soll Klinikstandort sichern

Stadt soll Geriatrie im Achimer Krankenhaus mitfinanzieren

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Das Achimer Krankenhaus mit geplantem neuem Schwerpunkt Geriatrie.

Achim - Die Aller-Weser- Klinik kämpft um ihre Standorte Verden und Achim, und da besonders um den letzteren. In der jüngsten Vergangenheit hatten Krankenkassenvertreter verlangt, das Achimer Haus zu schließen, wenn sie auf Landesebene dem neuen Bettenhaus in Verden zustimmen sollten. Dieser Forderung ist der Landkreis Verden als gewichtiger Gesellschafter der Klinik jedoch nicht nachgekommen. Der Kreis, die Städte Achim und Verden haben jeweils etwas weniger als 25 Prozent Anteile, Mehrheitsgesellschafter mit knapp über 26% ist das Diakonieklinikum Rotenburg.

Die Zukunft des Achimer Krankenhauses, das auch in Konkurrenz zu den Kliniken in Bremen und Rotenburg steht, wird in dem neuen Schwerpunkt Geriatrie gesehen, bei der es um das Wiederherstellen und Erhalten der Selbständigkeit und Beweglichkeit älterer Menschen geht.

Die in Achim schon vorhandenen Geriatrie-Stationen 3 und 4 mit sechs Doppelzimmern sollen zu einer moderneren Station zusammengelegt werden und dann unter anderem die Behandlung von bis zu fünf Palliativpatienten in speziellen Einzelzimmern bieten. Therapeutische Behandlungsräume sollen neu geschaffen werden.

Das alles, so hofft man, stabilisiere das Achimer Krankenhaus und auch die damit medizinisch verbundene Station der Inneren Medizin.

Der Umbau wird frühestens im Sommer dieses Jahres beginnen können und wohl auch nur, wenn die Stadt Achim die Hälfte der Investitionskosten von 3,25 Millionen Euro übernimmt. Die andere Hälfte trägt der Kreis, der schon Jahr für Jahr drei Viertel des jährlichen Millionendefizits schultert. Ein Viertel übernimmt die Rotenburger Klinik.

Um den Achimer Investitionskostenzuschuss von 1,62 Millionen Euro bittet jetzt in einem schreiben an die Stadt die Klinik-Geschäftsführerin Marianne Baehr. Von der Stadt Verden wird für das noch nicht auf Landesebene beschlossene Bettenhaus mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro ebenso erwartet, dass sie die Hälfte des kommunalen Anteils von vier bis fünf Millionen Euro trägt.

Mit dem Wunsch nach der Achimer Investitionsspritze wird sich der Finanzausschuss des Rats am Montag ab 17 Uhr während seiner öffentlichen Sitzung im Sitzungssaal des Achimer Rathauses beschäftigen. Ein Anspruch auf dieses Geld besteht nicht. Der Zuschuss ist im Achimer Haushalt dieses Jahres auch nicht vorgesehen und würde zudem die Achimer Ziele zur Begrenzung der Verschuldung über den Haufen werfen. Die Achimer Verwaltungsspitze empfiehlt dennoch, dem einmaligen Investitionskostenzuschusss von 1,62 Millionen Euro zuzustimmen, um den Krankenhausstandort Achim mittelfristig zu sichern. Es soll aber kein Präzedenzfalls sein, ein solcher Beschluss also nicht Schule machen.

mb

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