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Embser Landstraße ab 14. März voll gesperrt

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Von: Michael Mix

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Die Pläne für den Lieken-Kreisel sind längst gemacht: (von links) Projektleiterin Nina Gerlach, Verkehrsplaner Stefan Schuster und Bürgermeister Rainer Ditzfeld.
Die Pläne für den Lieken-Kreisel sind längst gemacht: (von links) Projektleiterin Nina Gerlach, Verkehrsplaner Stefan Schuster und Bürgermeister Rainer Ditzfeld. © mix

Achim – Als es vor rund zehn Jahren darum ging, die stauträchtige beampelte Kreuzung am Hotel Gieschen durch einen Kreisel zu ersetzen, löste das in Achim erbitterten, geradezu ideologischen Streit aus. „Viele waren vehement dagegen“, erinnert sich Bürgermeister Rainer Ditzfeld. „Da werden Leute umgefahren“, hätten Gegner des Vorhabens geunkt. Doch der von der Ratsmehrheit befürwortete Kreisverkehr lief rund, funktioniert bis heute.

„Mit dem Bau des Kreisels am Freibad konnte es dann nicht schnell genug gehen“, merkt Ditzfeld an. Das einstige Reizthema Kreisverkehr ist also längst abgeräumt. Beim Projekt Lieken-Kreisel, mit dem in den kommenden Monaten das auf der alten Fabrikbrache entstehende neue Stadtviertel an die Embser Landstraße angebunden werden soll, stehen andere, eher alltagspraktische Fragen im Vordergrund. „Ich möchte die Anwohner und Betriebe im Umfeld sowie alle betroffenen Verkehrsteilnehmer um Verständnis bitten, dass der Bau natürlich mit Lärm, Dreck und Umleitungen verbunden ist“, sagte Bürgermeister Ditzfeld am Donnerstag bei einem Pressegespräch vor Ort.

„Ein Teilstück der Landesstraße 167 wird für die Arbeiten vom 14. März bis voraussichtlich Ende Juni vollgesperrt“, informierte Projektleiterin Nina Gerlach. Dabei handele es sich um den Abschnitt von der Einmündung Goethestraße bis zum Aldi-Markt, der über die Landstraße erreichbar bleibe. Damit wird die direkte Verbindung zwischen der Innenstadt und der Autobahn-Anschlussstelle Achim-Nord, auf der täglich immerhin rund 15 000 Autos unterwegs sind, für dreieinhalb Monate gekappt.

Die Vollsperrung erfolge, um die Bauzeit des Kreisels im Schnittpunkt der Embser Landstraße, des Fritz-Lieken-Ecks und der in das neue Viertel führenden Königsworther Straße so kurz wie möglich zu halten und auch Kosten zu sparen. Diese betragen laut Gerlach rund 1,5 Millionen Euro, wovon der Bund zwei Drittel trägt, den Rest der Summe teilen sich die Stadt und das Land.

Alle Gewerbetreibenden im Umfeld seien bereits über die anstehende Maßnahme von der Verwaltung in Kenntnis gesetzt worden, ließ Pressesprecher Kai Purschke wissen. „Die Geschäfte, Unternehmen und die privaten Grundstücke am Fritz-Lieken-Eck können ebenso wie die Gaswerkstraße, wo sich unter anderem die Stadtwerke und die Pendlerparkplätze befinden, während der Bauphase über die Straße An der Eisenbahn erreicht werden.“

Schleichverkehr wolle die Stadt natürlich verhindern, fügte Achims Verkehrsplaner Stefan Schuster hinzu. „Die Wohnstraßen werden wir für den Durchgangsverkehr sperren.“ Dennoch rechnet er damit, dass die Feldstraße zum „Nadelöhr“ werden könnte.

Die „offizielle Umleitungsstrecke“ für Autofahrer führe, vom Norden aus betrachtet, über die Straße Am Freibad, die Borsteler Hauptstraße, Uesener Feldstraße und die Obernstraße, teilte Nina Gerlach mit. Die Stadt empfehle jedoch allen, die nicht gerade mit dem Trecker oder dem Moped unterwegs seien, über die Autobahn 27 zu fahren und auf die Anschlussstelle Achim-Ost oder aber die A 1 und die Abfahrt beziehungsweise Auffahrt Uphusen auszuweichen.

„Das geht natürlich deutlich schneller als über die Landstraße zu tuckern“, merkte Stefan Schuster an. „Und Anwohner werden dadurch entlastet.“

Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rotem Kreuz dürfen die Baustelle passieren. „Dafür wird ein Korridor freigehalten“, sagte Planerin Gerlach.

Fußgänger können nach ihren Angaben den Vollsperrungsbereich über das Fritz-Lieken-Eck umgehen. Radfahrer müssten einen Bogen über die Clüverstraße, Dieckmannstraße, die Straße An der Eisenbahn und Borsteler Landstraße drehen.

Der Baustart für den Kreisel am 14. März hänge mit dem Fortschritt der Bauarbeiten auf dem Lieken-Gelände zusammen. „Wir brauchen dort stabile Spundwände. Nicht, dass uns die Kreisel-Zufahrt wegbricht“, machte Bürgermeister Ditzfeld auf die bautechnischen Herausforderungen aufgrund des hügeligen Geländes aufmerksam.

Die Karte zeigt den gesperrten Bereich und die Umleitungsstrecken. Skizze: stadt
Die Karte zeigt den gesperrten Bereich und die Umleitungsstrecken. Skizze: stadt © -

Nach der Baustelleneinrichtung erfolgen den Planern zufolge der Flächenaufbruch und eine -bereinigung, damit bei den Spezialtiefbauarbeiten eine Spundwand eingezogen werden kann. Diese wird benötigt, um den Höhenunterschied zwischen dem neuen Kreisel und der Neubebauung des Liekengeländes auszugleichen. „Für die Spundwand werden Stahlbohlen in den Boden eingerüttelt und mit Bohrankern rückverankert.“

Ansonsten stehen die bei einem Kreiselbau üblichen Arbeiten an: Randeinfassungen, Entwässerungseinrichtungen, Pflaster- und Asphaltarbeiten. Vor Beginn der Sommerferien im Juli soll alles erledigt sein. Die Mitte des neuen Kreisverkehrs wird später bepflanzt.

Fragen, Anregungen und Hinweise zur Baustelle können an die Stadtverwaltung unter Telefon 04202/9160580 sowie per E-Mail an kreisverkehr@stadt.achim.de gerichtet werden.

Von Michael Mix

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