Abrissarbeiten in vollem Gange / 1,1 Millionen Euro teurer Neubau startet in Kürze / Material wird weitgehend recycelt

Abschied von der Morsumer Sporthalle

Die letzten Reste der Morsumer Sporthalle. In Kürze wird das Bauwerk völlig verschwunden sein.

Morsum - (sp) · Auf Hochtouren laufen derzeit die Abrissarbeiten an der Morsumer Sporthalle. Schon Ende der Woche soll das Bauwerk dem Erdboden gleich gemacht worden sein.

Die Bagger sind unermüdlich im Einsatz – dies umso mehr, als dass es beim Abriss zu leichten Verzögerungen gekommen war. „Neben der Hitze hat auch der zu volle Terminkalender der beauftragten Firma hier eine Rolle gespielt“, so Bauingenieur und Planer Arno Thalmann.

Mit Brachialgewalt kann der Abriss allerdings nicht vorgenommen werden. Denn die Tribüne der Halle samt darunter liegender Geräteräume bleibt erhalten. An dieses Gerüst wird dann die neue Halle angebaut. Das abgetragene Material muss übrigens feinsäuberlich sortiert werden, damit es recycelt werden kann. Metall, Mineraldämmung, Holz, Beton und einiges mehr werden jeweils getrennt gelagert und abtransportiert.

Schon Anfang nächster Woche kann voraussichtlich mit den ersten Erdarbeiten für den Neubau begonnen werden, der dann zügig voranschreiten soll. Im Frühjahr sollen dann die Morsumer Grundschüler und der TSV ihr neues Domizil in Beschlag nehmen können.

Während die alte Halle „nur“ über eine Spielfläche von 18 x 36 Metern verfügte, wird die neue Halle mit 24 x 44 Metern Spielfläche heutigen Anforderungen gerecht. Beispielsweise können hier Handballspiele aller Klassen durchgeführt werden. Der TSV und auch die Schule profitieren zudem von dem größeren Platzangebot in der dreifach teilbaren Sporthalle.

Die neue Halle kostet rund 1,1 Millionen Euro. Die Samtgemeinde übernimmt den Großteil der Kosten. Rund 230  000 Euro kommen aus dem Konjunkturpaket II. Der TSV Morsum steuert rund 60 000 Euro bei. Dagegen fallen die Abrisskosten mit rund 20 000 Euro vergleichsweise gering aus.

Keinen größeren Spareffekt bringt übrigens der „Schatz“, den die Bauarbeiter bei den Abbrucharbeiten entdeckt haben. In den seitlichen Ritzen des Fußbodens wurden nämlich Münzen entdeckt, die im Lauf der Jahre aus irgendwelchen Sporttaschen oder Hosentaschen gerutscht waren. Fast zehn Mark (!) kamen auf diese Weise zum Vorschein.

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