„14/18 mitten in Europa“: Ausstellung in den Berufsbildenden Schulen Verden

„Die Folgen des Weltkrieges sind bis heute spürbar“

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Dr. Henning Pieper vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Reinhard Witt, Jan Effinger und Landrat Peter Bohlmann (v.l.) eröffneten gestern im Beisein vieler Schüler in den BBS Verden die Ausstellung „14/18 mitten in Europa – Die Urkatastrophe des Ersten Weltkrieges und ihre Folgen für das 20. und 21. Jahrhundert“.

Verden - „Frieden ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Landrat Peter Bohlmann gestern bei der Eröffnung der Ausstellung „14/18 mitten in Europa – Die Urkatastrophe des Ersten Weltkrieges und ihre Folgen für das 20. und 21. Jahrhundert“ im Forum der BBS Verden.

Auf Informationstafeln, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) zur Verfügung gestellt hatte, können sich Schüler, Lehrer und alle Verdener in den kommenden Tagen über die Ursachen, Geschehnisse und Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges informieren.

„Geschichte sollte uns interessieren, damit wir die weltweiten derzeitigen Auseinandersetzungen verstehen können“, machte Jan Effinger, Geschäftsführer des Bezirksverbandes Lüneburg/Stade im VDK, während der Veranstaltung deutlich. Die Folgen des Ersten Weltkrieges, der im Juni 1914 ausbrach und vier Jahre dauerte, seien bis heute spürbar: Die Konflikte im Nahen Osten oder in der Ukraine seien beispielsweise ohne die Kenntnisse der Zusammenhänge und Ereignisse von vor 100 Jahren nicht zu verstehen. „Wir können unsere aktuellen Probleme nicht beheben, wenn wir nicht verstehen, was damals passiert ist“, sagte Effinger. Daher komme der VDK mit der Ausstellung in die Schulen.

Schüler interessieren

sich für Beiträge

„Viele junge Menschen wissen den Frieden nicht genügend wertzuschätzen“, erklärte Lehrerin Waltraut Bergmann, Leiterin der Fachgruppe Politik und Geschichte an den BBS Verden. Die meisten Jugendlichen verstünden nicht, was Kriege und Krisen mit den Betroffenen machen würden. Sie habe als Kind die Gedenkstätte in Verdun besucht. Das sei ein prägendes Ereignis gewesen. So etwas wie damals in und um die französische Stadt oder Ähnliches dürfe nie wieder passieren, so Bergmann. Auf der einen Seite versuche sie ihre Schüler dafür zu sensibilisieren, den Flüchtlingen zu helfen. Auf der anderen Seite hoffe sie, dass es gelingt, derzeitige Kriege ohne Waffengewalt zu beenden.

„Vor ein paar Tagen habe ich die Tagesschau geguckt und so erfahren, dass die Bundesrepublik 100 Leopard-Panzer zurückgekauft hat“, informierte Reinhard Witt, stellvertretender Schulleiter der BBS. Er hoffe, dass diese Kampffahrzeuge niemals zum Einsatz kämen.

Nachdem die Ausstellung im Landkreis Verden bereits im Gymnasium am Markt in Achim und im Domgymnasium in Verden zu sehen war, ist sie nun in den BBS zu Gast. Die Schautafeln stießen sofort auf das Interesse der Schüler. Sie lasen die Beiträge über den Mord an dem Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich, den Kriegsverlauf, die Heimatfront und den Antisemitismus aufmerksam durch. Die Ausstellung behandelt aber auch die Themen Friedensverträge, die Europäische Nachkriegsordnung und den Weg in den Zweiten Weltkrieg.

Franziska Heiske aus Langwedel studierte zusammen mit ihren Mitschülern der Pflegeassistenten-Klasse „PFA 14“ die zahlreichen Texte und Bilder. Schließlich hatten sie jeweils einen Bogen mit zahlreichen Fragen, die beantwortet werden mussten, von ihrer Lehrerin ausgehändigt bekommen. „Wir haben das Thema schon öfter im Unterricht behandelt. Es kann aber nicht schaden, es immer wieder aufzufrischen“, berichtete Aylin Holle aus Verden.

Schautafeln stehen

zwei Wochen in den BBS

Die Ausstellung des VDK zum Ersten Weltkrieg bleibt insgesamt zwei Wochen in den BBS, bevor sie an eine andere Schule „wandert“. Interessierte können die Schautafeln bis Freitag, 24. April, während der Öffnungszeiten der Schule betrachten.

as

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