Acht Mitglieder infiziert

Corona-Ausbruch auf der Gorch Fock

Zu sehen ist das Segelschulschiff Gorch Fock, das im Hafen von Teneriffa liegt.
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Auf dem Segelschulschiff Gorch Fock ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Mehrere Besatzungsmitglieder haben sich mit dem Virus infiziert. (Archivbild)

Acht Mitglieder der Gorch Fock-Besatzung haben sich mit Corona infiziert. Deswegen muss das Segelschulschiff auf den Kanaren im Hafen bleiben. Ausbildung pausiert.

Kiel/Santa Cruz – Innerhalb der Stammbesetzung der Gorch Fock ist es zu Corona-Infektionen gekommen. Insgesamt acht Mitglieder vom Segelschulschiff haben sich infiziert. Deswegen verzögert sich der Beginn der ersten Ausbildungsfahrt des Schiffs nach jahrelanger Restaurierungspause.

Schiff:Gorch Fock
Länge:89 m
Stapellauf: 23. August 1958
Tiefgang:5,2 m
Baukosten:8,5 Mio. DM
Heimathafen:Kiel
Flagge:Deutschland
Indienststellung:17. Dezember 1958

Gorch Fock: Mehrere Besatzungsmitglieder haben sich mit Corona infiziert

Wie die dpa unter Berufung auf einen Sprecher der Marine am Mittwoch, 5. Januar 2022, berichtet, hätten die Betroffenen entweder keine oder nur leichte Symptome. Die Corona-Infizierten seien an Bord der Gorch Fock isoliert. Die gesamte Besatzung ist bereits geimpft.

Derzeit liegt die Gorch Fock im Hafen von Santa Cruz auf der Kanaren-Insel Teneriffa. Aufgrund des Corona-Ausbruchs an Bord wurde die Anreise der Offiziersanwärter für die vorgesehene Ausbildungsfahrt verschoben. Noch ist jedoch unklar, ob es sich bei den Infektionen der Besatzungsmitglieder um die Omikron-Variante handelt.

Ausbildung der Offiziersanwärter auf der Gorch Fock verzögert sich durch Corona-Infektionen der Crewmitglieder

„Wir warten noch auf die Ergebnisse weiterer Tests“, heißt es von einem Marinesprecher gegenüber den „Kieler Nachrichten“. Die Einschiffung der Offiziersanwärter solle auf jeden Fall erst beginnen, wenn alle Soldaten an Bord der Gorch Fock negativ getestet sind.

Nach Angaben der Marine soll der Zeitplan für die Ausbildung trotz der Verzögerung eingehalten werden. Das Ausbildungsziel sei somit nicht gefährdet. Indes wurden knapp 20 Männer und Frauen als Kontaktpersonen der infizierten Besatzungsmitglieder der Gorch Fock ausgemacht.

Sie seien alle negativ getestet worden und würden sich in einem Hotel in Quarantäne befinden. Einige Mitglieder der Stammbesetzung der Gorch Fock seien über die Feiertage in der Heimat gewesen, anderen hätten Besuch von ihrer Familien erhalten.

Hohe Impfquote, aber auch zunehmende Corona-Infektionen: Pandemie hält Kanarische Insel voll im Griff

Trotz relativ hoher Impfquoten verzeichnen die Kanarischen Inseln seit mehreren Wochen zunehmende Corona-Infektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz beläuft sich hier auf 1168. Die Gorch Fock war übrigens erst Anfang Oktober 2021 nach jahrelanger Werft-Zeit nach Kiel zurückgekehrt.

Die Kosten für die Sanierung des nun runderneuerten Dreimasters waren in den vergangenen Jahren von 10 auf 135 Millionen Euro angestiegen. In ihrem Heimathafen in Kiel werden Schiff und Crew aber nicht vor März 2022 zurückerwartet.

Corona-Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen: MS Amera, AIDAnova und „Mein Schiff 6“ von Tui Cruises betroffen

Die Gorch Fock ist bei Weitem jedoch nicht das einzige Schiff, das mit Corona-Fällen zu kämpfen hat. Das Kreuzfahrtschiff MS Amera musste seine Reise aufgrund von mehreren Infektionen der Besatzungsmitglieder vorzeitig abbrechen.

Ähnlich verhält es sich mit der AIDAnova, für die aufgrund von Corona in Lissabon Schluss war* und die „Mein Schiff 6“ von Tui Cruises, dessen Silvesterfahrt in Dubai ein jähes Ende fand* – aufgebrachte Passagiere inklusive. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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