Landkreis eröffnet regionalen Tagespflege-Vertretungsstützpunkt in Zeven

Ein Platz für die Kleinsten auch im Notfall

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Tagesmutter Sandra Biendara-Klindworth (l.) ist mit ihren Kindern bei Soteria Herzog zu Besuch, um den Kleinsten den „Notfallplatz“ bekannt zu machen.

Zeven - Mama und Papa müssen arbeiten und die Tagesmutter ist krank? Bislang ein großes, oft ungelöstes Problem in der Region. Der Landkreis will nun auch in Notfällen eine adäquate Kinderbetreuung anbieten und hat in Zeven seinen ersten Tagespflege-Vertretungsstützpunkt eröffnet.

Im Haus des DRK-Familienzentrums an der Godenstedter Straße können Eltern aus den Samtgemeinden Zeven, Selsingen, Tarmstedt, Sittensen und der Gemeinde Fintel ihre Kinder bis 14 Jahren kurzfristig betreuen lassen. Auch Eltern, die in der Nähe des Tagespflegestützpunktes arbeiten, können das Angebot in Anspruch nehmen. „Es geht um Notfallsituationen“, sagt Sonja Meyer, Fachbereichsleiterin Tagespflege beim Landkreis. Bis zu fünf Kinder könnten montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr gleichzeitig betreut werden. Der Vertretungsstützpunkt springe dann ein, wenn beispielsweise die eigene Tagesmutter krank oder in Urlaub ist und die Kinder nicht selber betreut werden können. Jugendamt-Sachgebietsleiterin Sandra Schmidt: „Viele Tagesmütter arbeiten an der Grenze der Belastbarkeit.“ So sorge der Landkreis für etwas Entspannung.

Es handelt sich hierbei um ein Pilotprojekt des Landkreises. In Niedersachsen ist diese Einrichtung die erste ihrer Art im ländlichen Raum. Rund 25000 Euro lässt sich der Landkreis die Einrichtung kosten. Die Plätze werden durch das Familienservicebüro in Zeven vermittelt.

Für die Betreuung der Kinder ist Soteria Herzog zuständig. Sie weiß natürlich, dass es „viel Feingefühl“ braucht, um in der wechselnden Gruppe auf jedes Kind eingehen zu können. Damit den Mädchen und Jungen die Einrichtung nicht völlig fremd ist, wenn sie mal kommen, sind nun die rund 30 Tagesmütter aus dem Einzugsbereich aufgerufen, schon einmal während der Betreuungszeiten vorbei zu schauen.

Werde der Vertretungsstützpunkt gut angenommen, stehen weitere Standorte in Rotenburg und Bremervörde in Aussicht, heißt es beim Landkreis.

mk

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